Ärzte Zeitung, 15.12.2005

Innovativer Therapieansatz gewürdigt

NEU-ISENBURG (ple). Die Originalität des Krebsmittels Velcade® mit dem Wirkstoff Bortezomib war der Grund, das innovative Medikament, wie berichtet, mit dem Galenus-von-Pergamon-Preis 2005 auszuzeichnen.

Das Besondere an dem Arzneimittel des Unternehmens Janssen-Cilag Deutschland, das zur Therapie beim Multiplen Myelom zugelassen ist: Es wirkt wie kein anderes Medikament zuvor, denn es hemmt spezifisch und reversibel eine Zellstruktur, die bisher noch wenig beachtet wurde - die Proteasomen.

Ein Proteasom ist ein Enzymkomplex, der in Krebszellen viel aktiver ist als in gesunden Zellen und sich dadurch als Zielscheibe für neue Therapeutika hervorragend eignet.

"Für unsere Krebsforschung ist der Preis Anerkennung und Ermunterung zugleich", sagte Toon Overstijns, Vorsitzender der Geschäftsleitung bei Janssen-Cilag Deutschland, bei der Verleihung des von der "Ärzte Zeitung" gestifteten Preises auf der Medica.

Die Publikation zum Galenus-von-Pergamon-Preis 2005, die der gedruckten "Ärzte Zeitung" heute beiliegt, informiert auch über die Entwicklung des innovativen Medikamentes, über die Therapie-Erfolge damit und über den Galenus-Preis.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Gefahr im Vekehr oder alles im grünen Bereich?

Patienten, die Cannabispräparate in Dauermedikation haben, dürfen am Straßenverkehr teilnehmen. Eine wissenschaftliche Debatte über ein erhöhtes Verkehrssicherheitsrisiko wurde noch nicht geführt. mehr »

Frau hat keinen Anspruch auf Schmerzensgeld

Hat eine Frau Anspruch auf Schmerzensgeld, wenn ein Arztfehler zu Impotenz des Mannes führt? Das OLG Hamm verneint – und gibt eine Begründung. mehr »

Tausende Pfleger ergreifen die Flucht

Großbritannien gehen die Pflegekräfte aus: Zu groß ist die Unzufriedenheit mit dem System. Sie zeigt sich zunehmend auch bei Patienten. mehr »