Ärzte Zeitung, 14.02.2006

Erythropoietin bei hämatologischen Tumoren indiziert

ATLANTA (eb). Krebspatienten mit hämatologischen Tumoren profitieren während einer Chemotherapie von einer Behandlung mit Erythropoietin und - bei Bedarf - mit Eisen.

Denn dadurch steigt der Hämoglobinwert, und der Transfusionsbedarf verringert sich. Dies geht aus einer prospektiven Studie mit 25 Patienten hervor, die wegen chronischer lymphatischer Leukämie, Myelom oder Non-Hodgkin-Lymphom eine Chemotherapie erhielten. Die Studie wurde vor kurzem auf einer Tagung der US-Hämatologen in Atlanta vorgestellt.

Zu Beginn lag der Hb-Wert unter 10 g/dl. Nach vier Wochen einmal wöchentlicher Therapie mit Epoietin-beta (NeoRecormon®) lag der Wert im Mittel bei 10,5 g/dl, nach acht Wochen bei 11,6 und nach zwölf Wochen bei 11,8 g/dl. 36 Prozent der Patienten brauchten eine Eisensubstitution, meist von Anfang an, wie das Unternehmen Hoffmann-La Roche mitteilt. Der durchschnittliche Transfusionsbedarf verringerte sich von 5,5 auf 0,8 Einheiten pro Patient.

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