Nach Leukämie tritt Jahre später Zweittumor auf

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MEMPHIS (ple). Kinder mit akuter lymphatischer Leukämie (ALL) haben offenbar ein höheres Risiko als vermutet, Jahre später eine weitere Krebserkrankung zu bekommen, etwa einen Hirntumor. Das geht aus den Ergebnissen der längsten Nachbeobachtungsstudie über mehrere Jahrzehnte hervor.

Die US-Studie mit fast 2200 Patienten wurde in Memphis in Tennessee gemacht. Bei allen Patienten wurde mit der Therapie eine komplette Remission erzielt, also mindestens vier Wochen lang kein Nachweis leukämischer Zellen.

Wie die Onkologen um Dr. Nobuko Hijiya aus Memphis berichten, wurden die Tumoren entdeckt, weil mindestens zweieinhalb und bis zu 41 Jahre lang nachbeobachtet wurde (JAMA 297 / 11, 2007, 1207).

Bei 123 Patienten hatte sich ein Zweittumor entwickelt. Am häufigsten waren mit 46 Erkrankungen myeloische Malignome, etwa eine akute myeloische Leukämie. 14 Patienten entwickelten ein Basalzell-Ca, 22 einen Hirntumor. In Deutschland erkranken jährlich etwa 550 Menschen neu an ALL.

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