Ärzte Zeitung, 10.12.2007

Krebs durch Atommeiler?

Neue Studie schürt Debatte über Atomkraft

BERLIN (ddp). Eine Studie über gehäufte Krebserkrankungen von Kindern in der Nähe von Atomkraftwerken (AKW) heizt die Debatte über die Risiken der Kernenergie neu an.

Während Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) am Samstag erklärte, die Studie überprüfen zu lassen, forderte der Grünen-Energieexperte Hans-Josef Fell, Atomreaktoren schneller abzuschalten als bisher geplant. Auch Links-Fraktionsvize Werner Dreibus plädierte dafür, zu prüfen, ob der Atomausstieg schneller möglich ist. Zurückhaltend reagierte Unions-Fraktionsvize Katherina Reiche (CDU). Reiche sagte, in der Unions-Fraktion werde man sich die Studie genau ansehen müssen. Sie sei jedoch verwundert über die Botschaft der Studie. So werde darauf hingewiesen, dass die erhöhte Krebsrate in AKW-Nähe nicht auf Strahlungswirkungen zurückzuführen sei.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »