Montag, 15. März 2010
Ärzte Zeitung, 19.01.2010

Stammzellen aus Nabelschnurblut ex vivo vermehrt

WASHINGTON (ple). US-Forscher haben eine Methode entwickelt, mit der sich erstmals Stammzellen aus dem Nabelschnurblut in der Kulturschale drastisch vermehren lassen - bis zum 150-Fachen (Nature Medicine online).

Darüber hinaus ist es den Ärzten aus Washington und Seattle bei zehn Patienten mit akuter Leukämie in einer Phase-I-Studie gelungen, die so angereicherten Stammzellen zu transplantieren.

Nach Infusion jeweils eines kombinierten Stammzelltransplantats verkürzte sich bei den Patienten die Zeit, bis die Zahl der neutrophilen Granulozyten physiologische Werte erreichte, um eine Woche. Das Transplantat bestand aus einer mit der neuen Methode angereicherten und einer unbehandelten Nabelschnurblut-Suspension. Drei Wochen nach der Transplantation hatten sich die fremden Zellen im Knochenmark der Leukämie-Patienten angesiedelt.

Weitere Top-Meldungen

Drei Gramm Salz weniger - Infarktrate sinkt dramatisch

Salz zu sparen hat drastische Effekte für die Gesundheit. Aktuelle Zahlen für die USA belegen das erneut. Nur drei Gramm Salz täglich weniger würde dort bedeuten: 100.000 Herzinfarkte und Schlaganfälle jährlich weniger. Und 50.000 Menschen würden nicht vorzeitig sterben. mehr »

Merkel und Rösler für sanfte Reform

Die Pläne der schwarz-gelben Koalition für einen radikalen Umbau des Gesundheitswesens sind am Wochenende deutlich abgemildert worden - nur wenige Tage vor der ersten Sitzung der Regierungskommission zum Gesundheitswesen. mehr »

Kinderimpfen schützt auch Erwachsene

Wen sollte man bei einer Grippe-Pandemie zuerst impfen? Die Hauptüberträger - also Kinder - oder die Risikogruppen mit den gefährlichsten Verläufen? Was Computermodelle vorhergesagt haben, hat sich nun in auch in der Praxis bestätigt: Werden Kinder rechtzeitig gegen Influenza geimpft, schützt das die ganze Familie. mehr »