Ärzte Zeitung, 07.04.2010

Kaum Krebsgefahr für Kinder durch Biologicaltherapie

WIESBADEN (hub). In einem Zeitraum von zehn Jahren hat die US-Arzneibehörde FDA 48 Malignomerkrankungen bei Kindern und Jugendlichen registriert, die mit einem TNFα-Blocker therapiert wurden. Knapp die Hälfte waren Lymphome, berichtete Professor Gerd Horneff aus St. Augustin. 

Die FDA habe sich nicht in der Lage gesehen, das Ausmaß des Malignomrisikos durch die TNFα-Hemmer zu benennen, so der Kinderrheumatologe. Die US-Zahlen für zwei der Substanzen liegen bei 22 und 66 / 100 000 Patientenjahre (PJ). Zum Vergleich nannte Horneff die Malignominzidenz bei unter 15-Jährigen in Deutschland: Sie liegt bei 15 / 100 000 PJ. Knapp 90 Prozent der von der FDA erfassten Betroffenen seien zudem mit Azathioprin oder Methotrexat therapiert oder vortherapiert worden.

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