Ärzte Zeitung online, 05.03.2012

6500 Spender wollen krebskrankem Jungen helfen

EBERN (dpa). Um einem achtjährigen Jungen mit Leukämie das Leben zu retten, haben sich fast 6500 Menschen in Ebern in Bayern als Stammzellspender registrieren lassen.

"Das ist eine der größten Registrierungsaktionen bislang gewesen", sagte eine Sprecherin der Deutschen Knochenmarkspenderdatei DKMS am Montag in Köln.

Größer als die Sammlung für den kleinen Linus sei in Deutschland nur eine Aktion am Bodensee mit rund 7000 Teilnehmern gewesen.

Einige Freiwillige seien am Sonntag rund 100 Kilometer nach Ebern gefahren, um sich Blut abnehmen zu lassen. Am Montag wurden die Proben ins Labor geschickt, wie die DKMS berichtete.

Ob der passende Spender für Linus aus Rentweinsdorf dabei ist, steht in vier bis sechs Wochen fest. Der Junge wird derzeit in der Kinderklinik in Erlangen behandelt.

Die Informationen über die potenziellen Spender werden in eine weltweite Datenbank eingespeist und könnten damit auch anderen Menschen mit Blutkrebs helfen.

Nach DKMS-Angaben sind in Deutschland etwa vier Millionen Menschen in Knochenmark-Datenbanken registriert.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »