CLL

Neue Erkenntnisse zur Genetik

Wissenschaftler analysierten mittels WES-Verfahren die DNA von 538 Leukämiepatienten.

Veröffentlicht:

KÖLN. Kölner und Ulmer Leukämieexperten haben zusammen mit Wissenschaftlern aus den USA grundlegende Beobachtungen zum Auftreten von Mutationen in Entstehung und Verlauf der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) gemacht (Nature 2015; online 22. Oktober).

Dafür wurde die DNA von 538 Patienten mittels "Whole Exome Sequencing" (WES) analysiert - einem Verfahren bei dem alle kodierenden Bereiche der rund 20.000 bekannten Gene angereichert und sequenziert werden, teilt die Uniklinik Köln mit.

Im Rahmen der Studie gewannen die Forscher durch die WES-Methode jetzt grundsätzliche Einsichten darüber, welche Mutationen im Krankheitsverlauf einer CLL auftreten, wie sie sich verändern und welche Auswirkungen sie auf den Verlauf der Erkrankung haben können.

So habe die genetische Analyse ergeben, dass nicht nur verschiedene Gruppen von Mutationen den Verlauf der CLL beeinflussen, sondern auch unterschiedliche Mutationsszenarien im Verlauf der Erkrankung und unter Therapie auftreten können, heißt es in der Mitteilung der Uniklinik Köln.

Dies bestätigt die Annahme, dass nicht alle Tumorzellen von der Therapie erreicht werden oder sich neue Mutationen ausgebildet haben. Dies lässt einen direkten Bezug zwischen Therapie und Mutationen erkennen.

Außerdem wurde überprüft, inwiefern relevante Mutationen in signifikanten Mustern auftreten. Gefunden wurden insgesamt elf Korrelationen - acht Paare von Mutationen, die zusammen besonders häufig vorkommen und drei, die sich auffällig selten ausbilden.

Auch die Betrachtung der Mutationssituation im zeitlichen Verlauf der Krankheit war aufschlussreich: So fanden die Forscher einige Mutationen, die zu Beginn der Krankheit selten und später häufiger auftreten, manche Veränderungen blieben über die Zeit stabil und einige konnten in einem späteren Stadium der Krankheit gar nicht mehr nachgewiesen werden. (eb)

Ihr Newsletter zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Tab. 1: Verbesserung wichtiger Endpunkte nach 24-wöchiger randomisierter Behandlung mit Vimseltinib vs. Placebo (MOTION-Studie)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [1]

Tenosynoviale Riesenzelltumoren

Erste zugelassene systemische Therapie zeigt überzeugende Langzeiteffekte

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Deciphera Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Durvalumab im Real-World-Vergleich

© Springer Medizin Verlag

ED-SCLC

Durvalumab im Real-World-Vergleich

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Wissenschaft in Medizin übertragen

© Regeneron

Forschung und Entwicklung

Wissenschaft in Medizin übertragen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Regeneron GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Medizinische Rehabilitation

Wie Ärzte beim beim Reha-Antrag unterstützen können

Robert Koch-Institut

Impfkalender für 2026: Die Neuerungen im Überblick

Lesetipps
Diabetespatientin spritzt sich Insulin mit Insulinpen

© Goffkein / stock.adobe.com

Wenig bekannte Insulinkomplikation

Vorsicht bei Insulininjektionen: Nicht immer dieselbe Stelle nehmen

Eine kalorienarme, pflanzenbasierte Kost für mehrere Tage am Stück pro Monat kann Patienten und Patientinnen mit Morbus Crohn bei der Remission helfen.

© rh2010 / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Morbus Crohn: In nur fünf Tagen per Diät zur Remission?