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Europaweite Daten

Jugendliche überleben seltener Krebs

Im Vergleich zu Kindern ist das Krebsüberleben bei Jugendlichen, besonders bei Leukämien, schlechter.

Veröffentlicht:

MAILAND. Die Überlebensrate von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist für einige Krebserkrankungen viel schlechter als die von Kindern (Lancet Oncol 2016; online 26. Mai). Das geht aus einer Studie hervor, in der Daten von etwa 57.000 Krebsfällen bei Kindern und 312.000 Fällen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen (adolescents and young adults, AYAs) aus 27 europäischen Ländern ausgewertet wurde, berichtet "BBC News".

Insgesamt seien die 5-Jahres-Überlebensraten der AYAs mit 82 Prozent zwar höher als die der Kinder (79 Prozent), dies liesse sich aber vor allem darauf zurückführen, dass AYAs öfter an Krebsarten erkranken, die eine bessere Prognose haben.

Für einige Krebsarten dagegen, die beide Altersgruppen gleichermaßen betreffen, sei das 5-Jahres-Überleben der AYAs signifikant schlechter gewesen. Dazu gehören zum Beispiel die akute lymphatische Leukämie (85,8 Prozent bei Kindern und 56 Prozent bei AYAs), die akute myeloische Leukämie (61 vs. 50 Prozent) und Non-Hodgkin Lymphome (83 vs. 77 Prozent), heißt es auf "BBC News".

Die Forscher um Dr. Annalisa Trama vom Nationalen Krebsinstitut in Mailand vermuten, dass entweder Unterschiede in den Tumoren Grund für die schlechteren Überlebensraten sind oder aber eine zu späte Diagnose und Therapie. Auch der Mangel an klinischen Studien für diese Altersgruppe könnte ursächlich sein.

Die gute Nachricht sei aber, so Trama, dass die 5-Jahre-Überlebensraten von Kinder und AYAs in Europa insgesamt mit der Zeit stetig gestiegen seien. (grz)

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