Ärzte Zeitung, 23.07.2008

Möglichst viele Lymphknoten bei Krebs checken!

CHICAGO (ple). US-Ärzte plädieren dafür, bei Patienten mit Magen- oder Pankreas-Ca wenigstens 15 regionale Lymphknoten zu untersuchen, um den Grad der Metastasierung zu bestimmen.

Nach Ansicht der US-amerikanischen Chirurgen um Dr. Karl Y. Bilimoria von der Feinberg School of Medicine in Chicago lassen sich die Tumoren nicht gut genug klassifizierten, wenn zu wenig Lymphknoten - weniger als 15 - untersucht werden. Dadurch würden auch die Prognose, die Therapieentscheidungen und die Entscheidungen für die Teilnahme an Studien negativ beeinflusst (Arch Surg 143, 2008, 671).

In ihrer Studie hatten die Mediziner die Daten von mehr als 3000 Patienten mit Magenkarzinomen und mehr als 1100 Patienten mit Pankreaskarzinomen analysiert. Bei Krebspatienten, die in Kliniken der National Cancer Institute versorgt wurden, lag die Wahrscheinlichkeit, dass mehr als 15 Lymphknoten untersucht wurden, deutlich höher als in anderen Kliniken.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Neuroprothese lässt Gelähmten wieder zugreifen

Eine Neuroprothese ermöglicht einem Tetraplegiker, mit einer Gabel zu essen. Sein Hirn wird dabei per Kabel mit Muskeln in Arm, Hand und Schulter verbunden. mehr »

Mord und Totschlag in deutschen Kliniken?

Eine umstrittene Studie zu lebensbeendenden Maßnahmen in Kliniken und Pflegeheimen erhitzt die Gemüter. mehr »

KBV und Psychotherapeuten kritisieren Honorarbeschluss

BERLIN. Der erweiterte Bewertungsausschuss hat am Mittwochnachmittag gegen die Stimmen der KBV einen Beschluss zur Vergütung der neuen psychotherapeutischen Leistungen gefasst. mehr »