Direkt zum Inhaltsbereich

Raloxifen senkt das Risiko für Brustkrebs

Veröffentlicht:

Der selektive Östrogen-Rezeptor-Modulator Raloxifen scheint noch mehr zu können, als bei Frauen in der Postmenopause vor Frakturen zu schützen: Er senkt außerdem das Brustkrebs-Risiko signifikant.

Das wurde erstmals in der MORE-Studie (Multiple Outcomes of Raloxifene Evaluation) bei mehr als 7700 postmenopausalen Frauen mit Osteoporose (relative Risikoreduktion von 72 Prozent in vier Jahren) beobachtet, und konnte jetzt nach insgesamt acht Jahren bestätigt werden, berichtete Dr. Silvana Martino vom John Wayne Cancer Institute in Santa Monica in Kalifornien. 5200 der 7700 Frauen aus der MORE-Studie hatten in der als CORE (Continuing Outcomes Relevant to Evista®) weitergeführten Untersuchung weiterhin doppelblind Raloxifen oder Placebo für weitere vier Jahre erhalten. Primärer Endpunkt war die Brustkrebsrate.

Erkrankten in der Placebo-Gruppe innerhalb der acht Jahre etwa drei von 100 Frauen an Brustkrebs, betraf dies unter Verum lediglich eine von 100 Frauen. Dies entspreche einer relativen Risikoreduktion von 66 Prozent, sagte Martino. Mit einer Zunahme unerwünschter Wirkungen sei unter der Langzeittherapie nicht zu rechnen. Beachtet werden müsse gegebenenfalls das bekanntlich erhöhte Thromboembolie-Risiko. (ner)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Frühe Tumorstadien

Brustkrebs-Rezidivrisiko: KI kann Multi-Gentest ersetzen oder ergänzen

Das könnte Sie auch interessieren
Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

© Domepitipat | iStock

Lebensqualität zurückgewinnen

Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Thailandpilz, Tierkontakt & Nagelpilz

© Iuliia Petrovskaia | iStock

Dermatophyten-Infektionen

Thailandpilz, Tierkontakt & Nagelpilz

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

© robertprzybysz | iStock

Persistierende Onychomykosen

Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Porträt: xxx

© Porträt: Alexander Sahi

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Testosteronmangel: Worauf es in der Hausarztpraxis ankommt

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Besins Healthcare Germany GmbH, Berlin

BCMA-gerichtete CAR-T-Zelltherapie rückt nach vorn

Cilta-cel setzt Standards im ersten Rezidiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Janssen-Cilag GmbH, Neuss, a Johnson & Johnson company
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Update 2026

S3-Leitlinie Lungenkrebs: Das sind die wichtigsten Änderungen

Frage an die Ethiker

Darf der Intimbereich beim Hautkrebs-Screening ausgelassen werden?

Lesetipps
Ein junger Mann liegt im Herz-CT und bekommt gleichzeitig ein EGK geschrieben.

© Svitlana / stock.adobe.com

Plaques bewerten

Screening mittels Koronar-CT: Was das bringen könnte

Ein Körper, der an mehreren Stellen schmerzt.

© peterschreiber.media / stock.adobe.com

HICP-Prävalenz untersucht

So verbreitet sind chronische Schmerzen in Deutschland