Forschung und Praxis, 30.07.2004

Exemestan - kein Risiko für Osteoporose

Der steroidale Anti-Aromatase-Wirkstoff Exemestan erhöht bei Frauen mit Mammakarzinom das Osteoporose-Risiko nicht. Dies ist das Ergebnis einer randomisierten Studie unter Leitung von Professor Per L¢nning aus Bergen.

L¢nning und seine Kollegen prüften, wie sich eine zweijährige adjuvante Behandlung mit Exemestan auf die Knochendichte von Frauen in der Postmenopause auswirkte. Da es auch bei unbehandelten Frauen in der Postmenopause zu einer physiologischen Abnahme der Knochendichte kommt, erhielt eine Gruppe Placebo.

Im Femurhals nur marginaler Knochendichteverlust

An der Studie nahmen 147 Patientinnen teil, 73 erhielten oral 25 mg Exemestan (Aromasin®) und 74 Placebo für zwei Jahre. Ausgewertet wurden die Daten von Frauen, die mindestens ein Jahr lang behandelt worden waren. Bei den Patientinnen der Verumgruppe ließ sich im Femurhals, aber nicht in der Lendenwirbelsäule ein leicht höherer Knochendichteverlust nachweisen als in der Placebo-Gruppe.

Keine der Patientinnen mit initial normaler Knochendichte entwickelte eine Osteoporose. Bei Patientinnen mit Osteopenie bei Therapiebeginn führte Exemestan nicht zu einer Steigerung des Osteoporose-Risikos. (otc)

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