Ärzte Zeitung, 25.08.2004

Uniklinik Erlangen erhält Zertifikat als Brustzentrum

Qualitätskriterien wie im DMP

MÜNCHEN (sto). Die Universitätsfrauenklinik Erlangen ist das erste zertifizierte Brustzentrum in Bayern. Um die Struktur- und Ergebnisqualität der Brustzentren vergleichbar zu machen, hat die Deutsche Krebsgesellschaft zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Senologie Kriterien für die Zertifizierung von Brustzentren festgelegt.

Bayerns Sozialministerin Christa Stewens sagte bei der Übergabe der Zertifizierungsurkunde, der Vorteil für die Patientinnen sei eine ständige Verbesserung der Behandlungskette von der Diagnose über die Therapie bis hin zur Nachsorge. Dies werde durch unabhängige Gutachter regelmäßig kontrolliert.

Im Brustzentrum der Frauenklinik Erlangen arbeiten seit Jahren auf Brustkrebs spezialisierte Gynäkologen, Radiologen, Pathologen und Strahlentherapeuten in wöchentlichen Tumorkonferenzen zusammen. Mit über 100 niedergelassenen Ärzten bestehe eine enge Zusammenarbeit, so Stewens. Zum Team gehören außerdem ein Sozialdienst und eine Psychologin. Die Verbesserung der Behandlungsqualität von Brustkrebs zähle zu den wichtigsten gesundheitspolitischen Herausforderungen, betonte die Ministerin.

Mit Vertretern der Selbstverwaltung bestehe Einvernehmen darüber, daß die für das DMP Brustkrebs auf bayerischer Ebene erarbeiteten Qualitätsmerkmale bei der Leistungserbringung auch für die Ausweisung eines Brustzentrums gelten sollen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Adiopositas-Op nötig, aber Kasse will nicht zahlen

Wenn der Antrag eines Adipositas-Patienten auf eine bariatrische Operation abgelehnt wird, bringt das Ärzte in eine schwierige Situation. Denn oft verschlechtert sich der Zustand des Betroffenen. mehr »

9 wichtige Forderungen, Analysen, Informationen

Fleißige Delegierte: In Freiburg wurde wieder eine große Palette an Themen abgearbeitet. mehr »

Immer mehr Nichtraucher erkranken an Lungenkrebs

In US-Kliniken tauchen immer häufiger Nichtraucher mit Lungenkrebs auf, vor allem Frauen sind betroffen. Das könnte am Passivrauchen liegen. mehr »