Überlebensvorteil durch Therapie mit Anthrazyklinen

FREIBURG (awa). Anthrazykline sind wesentlicher Bestandteil der adjuvanten Chemotherapie bei Brustkrebs. Dabei sind adäquat dosierte Anthrazyklin-haltige Dreierkombinationen, etwa mit Epirubicin, Kombinationen ohne Anthrazyklin signifikant überlegen, was die Überlebensrate betrifft.

Veröffentlicht:

Auch bei Lymphknoten-negativen Patientinnen, die ein hohes Rezidivrisiko haben, erhöht eine solche Chemotherapie signifikant die Überlebensrate. Darauf wies Professor Nadia Harbeck aus München auf dem Senologiekongreß in Freiburg hin.

Sie verwies auf eine Metaanalyse, die für Anthrazyklin-haltige Dreierkombinationen im Vergleich zum CMF (Cyclophosphamid, Methotrexat, 5-Fluorouracil)-Schema unabhängig vom Nodalstatus einen signifikanten Überlebensvorteil belegte: Nach zehn Jahren betrug der Unterschied beim Gesamtüberleben absolut 4,6 Prozent.

Wichtig sei eine adäquate Dosierung, die für Epirubicin (Farmorubicin®) bei 30 mg/m2 Körperoberfläche pro Woche liege, sagte Harbeck auf einer Veranstaltung von Pfizer. Das Langzeitrisiko für kardiologische Toxizität sei mit 1,4 Prozent vertretbar.

Etwa 70 Prozent der Patientinnen ohne Lymphknotenbefall und Fernmetastasen würden allerdings durch Operation und Strahlentherapie allein geheilt. Derzeit erhalten aber die meisten dieser Frauen aus Vorsichtsgründen zusätzlich eine Chemotherapie.

Um Betroffenen künftig diese ersparen zu können, gelte es nun, diejenigen Patientinnen mit hohem Rezidivrisiko zu identifizieren und zu behandeln, sagte Harbeck. Außer den klassischen klinisch-pathologischen Risikofaktoren Alter, Tumorgröße, Differenzierungsgrad und Hormonrezeptorstatus, nehme dabei die Bedeutung der tumorbiologischen Marker uPa (Urokinase-type Plasminogen Activator) und PAI-1 (Plasminogen Activator Inhibitor Typ 1) zu. Hohe Werte dieser Biomarker bedeuten ein hohes Rezidivrisiko.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Sie fragen – Experten antworten

Sollte bei Brustkrebs gegen COVID-19 geimpft werden?

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: FIB-4 1,3: numerische 26%ige Risikoreduktion der 3-Punkt-MACE durch Semaglutid 2,4mg

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [17]

Kardiovaskuläre, renale und hepatische Komorbiditäten

Therapie der Adipositas – mehr als Gewichtsabnahme

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma GmbH, Mainz
SCD-PROTECT-Studie-- Frühe Phase nach Diagnose einer Herzinsuffizienz – deutlich höheres Risiko für den plötzlichen Herztod als in der chronischen Phase.

© Zoll CMS

SCD-Schutz in früher HF-Phase

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: ZOLL CMS GmbH, Köln
Abb. 2: Schneller Wirkeintritt von Naldemedin im Vergleich zu Placebo in den Studien COMPOSE-1 und COMPOSE-2

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [15]

Opioidinduzierte Obstipation

Selektive Hemmung von Darm-Opioidrezeptoren mit PAMORA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Viatris-Gruppe Deutschland (Mylan Germany GmbH), Bad Homburg v. d. Höhe
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Ein Mann mit naßgeschwitztem Gesicht und Hemd tupft sich mit einem Tuch die Stirn ab.

© Creatas / Thinkstock

Stufenschema

Das große Schwitzen: Strukturiert gegen Hyperhidrose vorgehen

Spritze zum Impfen mit Schriftzug

© Fiedels / stock.adobe.com

Hotline Impfen

Stellen Sie Ihre Fragen zum Impfen!