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Taxan plus Antikörper verbessert Brust-Ca-Prognose

MÜNCHEN (kat). Bei Patientinnen, deren Brustkrebs das Protein HER2/neu übermäßig synthetisiert, sollte nicht mehr auf eine Therapie mit dem Antikörper Trastuzumab verzichtet werden. Dies empfiehlt Professor Wolfgang Eiermann aus München aufgrund der guten Datenlage. Als Kombinationspartner eignen sich Taxane.

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Bei Frauen mit Brustkrebs im Frühstadium hat sich eine Anthrazyklin-basierte Chemotherapie im Zusammenhang mit der Reduktion des Rezidivrisikos als effektiv in Kombination mit dem monoklonalen Antikörper Trastuzumab erwiesen. Nachteil einer Anthrazyklin-basierten Behandlung ist jedoch das erhöhte kardiale Risiko.

Ob sich dieses durch Kombination des Taxans Docetaxel (Taxotere®) mit Platin und Trastuzumab reduzieren läßt, wird derzeit in der BCIRG 006-Studie bei über 3000 Frauen geprüft, deren Lymphknoten befallen sind und deren Tumor HER2/neu übermäßig synthetisiert. Aufgrund der vielversprechenden Ergebnisse von Phase-I- und -II-Studien sei bei der Kombination mit einer besseren Verträglichkeit als bei einer Anthrazyklin-basierten Therapie zu rechnen, so Eiermann auf einer Veranstaltung des Unternehmens Sanofi-Aventis in München.

Bei Frauen mit Metastasen und HER2/neu übermäßig synthetisiertem Tumor ist die Kombi-Therapie mit Docetaxel plus Trastuzumab bereits etabliert, wie Professor Jörn Hilfrich aus Hannover gesagt hat. Beide Substanzen wirken synergistisch: In der M77001-Studie lebten Patientinnen, die eine solche Kombination erhalten hatten, nahezu doppelt so lange wie Frauen, die nur ein Taxan bekommen hatten.

Zwei Jahre nach Beginn der Studie lebten noch 33 Prozent der Patientinnen unter der Kombinationsbehandlung, aber nur noch 16 Prozent derjenigen mit einer Mono-Therapie. Das entspricht einer Verlängerung der medianen Überlebenszeit um 8,4 Monate (40 Prozent).

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