Forschung und Praxis, 01.08.2005

Ibandronat senkt Spiegel für Knochenresorptions-Marker

Bei Brustkrebspatientinnen mit Knochenmetastasen unterdrückt das orale Aminobisphosphonat Ibandronat die Tumor-induzierte Knochenresorption ähnlich gut wie das intravenös verabreichte Aminobisphosphonat Zoledronat.

Im Humerus sitzt eine Knochenmetastase. Foto: FU-Klinikum Steglitz

Dafür sprechen Daten einer Phase-III-Studie mit 224 Patientinnen mit fortgeschrittenem Brustkrebs und mindestens einer osteolytischen oder gemischten - osteolytischen und osteoplastischen - Knochenläsion.

Die Patientinnen erhielten randomisiert zwölf Wochen lang entweder oral 50 mg Ibandronat (I) (in Deutschland als Bondronat® erhältlich) pro Tag oder 4 mg Zoledronat (Z) als 15minütige Infusion alle vier Wochen.

Als primärer Endpunkt galt die mittlere Veränderung des Knochenresorptionsparameters Cross-linked C-terminal-Telopeptid vom Typ-I-Kollagen im Serum (S-CTX). Zudem wurden weitere Knochenmarker wie Osteocalcin sowie die knochenspezifische alkalische Phosphatase und N-terminales Prokollagen Propeptid Typ-I-Kollagen überprüft.

Die genannten Knochenmarker sind biochemische Indikatoren für einen kontinuierlich ablaufenden Knochenauf- und Knochenabbau. Bei einer Tumorerkrankung ist dieses Gleichgewicht gestört, und die Spiegel für die Knochenmarker sind erhöht.

In der Studie senkten beide Medikationen die Konzentration des Knochenmarkers S-CTX im Vergleich zum Ausgangswert (I: -77 Prozent; Z: -75 Prozent) ähnlich. Dies traf auch auf die anderen genannten Knochenmarker zu. (otc)

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