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Hormon-Agonist kann Ovarien bei Chemotherapie schützen

DRESDEN (grue). Frauen mit Brustkrebs müssen wegen einer Chemotherapie nicht für immer auf Kinder verzichten. Die Eierstöcke können durch eine Therapie mit dem GnRh (Gonadotropin Releasing Hormon)-Agonisten Goserelin geschützt werden. Wie gut das funktioniert, wird in Studien geprüft.

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Etwa jede vierte Frau mit Brustkrebs ist im gebärfähigen Alter. Viele von ihnen haben die Familienplanung noch nicht abgeschlossen, zumal der Kinderwunsch bekanntlich immer weiter hinausgeschoben wird. Durch eine Chemotherapie kommen viele Frauen vorzeitig in die Menopause: Das bedeutet Verzicht auf Kinder, erhöhtes Osteoporose-Risiko und verstärkte Wechseljahrsbeschwerden.

Erwünscht ist eine längerfristige Amenorrhoe nur bei Frauen mit operiertem hormonabhängigem Mammakarzinom. "Zwei bis drei Jahre sind aber genug, denn eine längere Amenorrhoe senkt das Rezidivrisiko nicht weiter", sagte Professor Bernd Gerber von der Universitätsklinik Rostock beim DEGRO-Kongreß in Dresden. Leider bleibe ohne Ovarialschutz bei etwa jeder zweiten Patientin nach einer Chemotherapie die Monatsblutung ganz aus; "wir machen sie damit zu einer alten Frau".

Eine Alternative sei die nur zeitweilige Ruhigstellung der Ovarien mit dem GnRh-Agonisten Goserelin (Zoladex®-Gyn), der auch erfolgreich zur Hormontherapie bei Brustkrebs verwendet wird, so Gerber bei einer Veranstaltung des Unternehmens AstraZeneca. Die Behandlung beginnt zwei Wochen vor der Chemotherapie und wird abgesetzt, wenn keine Amenorrhoe mehr erforderlich ist. Etwa drei Monate später setzt dann die Menstruation wieder ein.

Wie gut die hormonelle Zusatzbehandlung während einer Chemotherapie die Ovarien schützt, wird in Studien untersucht. Deutsche Zentren steuern dazu Daten von Frauen mit nicht-hormonabhängigem Brustkrebs bei. An der Studie mit dem Akronym ZORO (Zoladex Rescue of Ovarien Function) können Frauen in der Prämenopause mit Brustkrebs teilnehmen, die vor oder nach der Op eine anthrazyklinhaltige Chemotherapie erhalten.

Sie bekommen vor und während der Therapie Goserelin subkutan in monatlichen Abständen. Endpunkte sind die spätere Ovarialfunktion und die Schwangerschaftsrate. Studienzentrale ist in der Universitätsfrauenklinik in Rostock.

www.germanbreastgroup.de/zoro/docs.html ist die Internetadresse für weitere Informationen zu Studie

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