Ärzte Zeitung, 03.08.2006

Hilfe für Frauen mit Brustkrebs-Metastasen

Nahezu jede fünfte Frau spricht auf Ixabepilon an / Krankheit schreitet über mehrere Monate nicht mehr fort

ATLANTA (pr). Patientinnen mit metastasiertem Mamma-Karzinom, die auf eine andere Chemotherapie nicht mehr ansprechen, profitieren offenbar von der Behandlung mit Ixabepilon, einem neuen Zytostatikum aus der Substanzklasse der Epothilone.

Den Nutzen dieser Behandlung bestätigen die Ergebnisse einer Phase-II-Studie, die beim Krebskongreß ASCO in Atlanta im US-Staat Georgia vorgestellt wurden.

In der Studie erhielten 126 Frauen mit metastasiertem Brustkrebs, die bereits erfolglos mit einem Anthrazyklin, einem Taxan und Capecitabin behandelt worden waren, Infusionen mit 40 mg Ixabepilon pro Quadratmeter Körperoberfläche dreimal pro Woche über maximal 16 Zyklen. Epothilone zerstören wie Taxane das Zellskelett der Tumorzellen.

Nach Angaben von Dr. Eva Thomas vom M.D. Anderson Krebszentrum in Houston im US-Staat Texas sprachen fast 19 Prozent der Frauen teilweise oder komplett auf die Therapie mit Ixabepilon an. Die Tumoren verschwanden also vollständig oder wurden um mindestens 50 Prozent kleiner, und zwar für mindestens vier Wochen.

Es konnten die Daten von 113 Frauen ausgewertet werden. Bei 50 Prozent der Patientinnen schritt die Erkrankung über mehrere Monate nicht fort, bei 14 Prozent sogar länger als ein halbes Jahr. Die Frauen lebten noch mindestens sieben und höchstens elf Monate. Mit einem Anteil von 60 Prozent war eine periphere Neuropathie häufigste unerwünschte Wirkung der Therapie.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Therapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »