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Wenn Patientinnen drei Wünsche frei hätten...

BERLIN/MÜNCHEN (wst). Etwa 55 Prozent der Frauen mit Brustkrebs, die eine adjuvante oder palliative Chemotherapie erhalten, wünschen sich vor allem, zusätzlich auch alternative Therapien angeboten zu bekommen.

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Diesen Wunsch nannten die Frauen in einer multizentrischen Umfrage der Nord-Ostdeutschen Gesellschaft für Gynäkologische Onkologie (NOGGO) am häufigsten. An der Befragung nahmen 617 Patientinnen teil, die zu mehr als 60 Punkten antworten sollten. Die Frauen wurden dazu befragt, was sie an ihrer Therapie verbessern würden. Dabei sollten sie - nach Vorgabe - ihre drei wichtigsten Wünsche nennen.

Das Ergebnis der Umfrage wurde vor kurzem auf dem Krebskongreß ASCO in Atlanta präsentiert, wie Professor Uwe Köhler von der Frauenklinik des Städtischen Klinikums St. Georg in Leipzig berichtet hat. Mehr als 55 Prozent der Patientinnen - der größte Anteil - wünschten sich, daß die schulmedizinisch behandelnden Ärzten zusätzlich alternative Therapien anbieten sollten.

 

    Mehr Zeit für Erklärungen - auch das ist ein Wunsch von Betroffenen.
   

Etwa 50 Prozent der Frauen sprachen sich dafür aus, daß sich die Ärzte mehr Zeit für Erklärungen zu Krankheit und Therapie nehmen, so Köhler auf einem von den Unternehmen GlaxoSmithKline und EuMeCom unterstützten Symposium.

Fast 40 Prozent der Patientinnen wünschten sich eine bessere Zusammenarbeit mit dem Arzt. 26 Prozent nannten als wichtige Verbesserung, daß mehr gegen die krankheitsassoziierte Erschöpfung getan werden müßte.

Etwa jede vierte Befragte hielt eine wirksamere Therapie für entscheidend. 19 Prozent der Frauen legten Wert darauf, daß die Therapie keinen Haarausfall bewirkt. Für zwölf Prozent war eine Verkürzung der Therapie ein dringendes Anliegen, für elf Prozent eine wirksamere Antiemese.

Eine bessere Betreuung durch Pflegekräfte stand lediglich bei acht Prozent der befragten Frauen ganz oben auf der Wunschliste, eine effektivere Schmerztherapie für sieben Prozent.

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