Ärzte Zeitung, 14.02.2008

Persönlichkeit für Brustkrebs gibt es nicht

NEU-ISENBURG (ikr). Die viel diskutierte "Krebspersönlichkeit" gibt es nach neuen Studiendaten anscheinend doch nicht - zumindest nicht, was den Brustkrebs betrifft.

Forscher um Eveline Bleiker aus Amsterdam haben 9700 Frauen untersucht (J Natl Cancer Inst 100, 2008, 213). Nachdem diese per Fragebogen Fragen zu ihrer Persönlichkeit beantwortet hatten, wurde die Rate der Brustkrebserkrankungen in den nächsten fünf bis 13 Jahren ermittelt.

Das Ergebnis: 217 Frauen erkrankten während des Beobachtungszeitraums an einem Mamma-Ca. 868 Frauen gleichen Alters bildeten die Kontrollgruppe. Dabei ergab sich nach Angaben der niederländischen Forscher jedoch kein signifikanter Zusammenhang zwischen dem Erkrankungsrisiko und Persönlichkeitsmerkmalen wie Ängstlichkeit, Optimismus, Einfühlsamkeit und Gefühlskälte.

Auch bei Frauen mit mehreren, als krebsfördernd geltenden Merkmalen wurde keine Assoziation mit Brustkrebs festgestellt. Das Ergebnis war unabhängig von medizinischen Risikofaktoren wie positive Familienanamnese.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »