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Film hilft Frauen mit Brustkrebs, die Krankheit besser zu bewältigen

KÖLN (sir). Ein neuer Film kann Patientinnen mit Brustkrebs beim Umgang mit ihrer Krankheit unterstützen. In dem Filmbeitrag erzählen fünf Krebspatientinnen - kommentiert von zwei Psychoonkologen - eindrücklich von ihren Wegen, die schwere Krankheit und die damit verbundene Sinn- und Lebenskrise zu bewältigen.

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Ärzte sind für Krebspatientinnen wichtige Partner im Umgang mit der Erkrankung.

Ärzte sind für Krebspatientinnen wichtige Partner im Umgang mit der Erkrankung.

© Foto: Klaro

Die Betroffenen berichten, wie sie durch die Diagnose "Krebs" mit Entwurzelung, Schmerzen und Todesangst konfrontiert wurden, wie das aber auch Kräfte zur Veränderung freigesetzt hat. Diese Beobachtung haben auch die beiden Psychotherapeuten und Psychoonkologen schon häufiger bei Krebspatienten gemacht. "Das ist noch weitgehend unerforscht, wie aus einer solchen schweren Krise am Ende auch etwas entstehen kann, das eher gut ist", meinte Dr. phil. Elmar Reuter aus Olpe bei der Premiere des von Roche Pharma unterstützten Patientenfilms "Leben schmecken - Krebs, Krise, Kraft".

Und Dr. Andrea Petermann-Meyer aus Aachen erklärte: "Es kann zu einem erheblichen Schub an Persönlichkeitsentwicklung kommen, da auch Konflikte, die bisher als unlösbar galten, in Angriff genommen werden." Selten seien die Rahmenbedingungen für eine Veränderung so günstig wie während und nach einer Krebserkrankung, da auch die Mitmenschen dem Erkrankten viel mehr Spielraum zubilligten.

Die in dem Film gezeigten Patientinnen setzten in ihrem Leben völlig neue Prioritäten. Sie haben sich Freiräume für eigene Schwäche, Wut und Trauer, aber auch für eigene Wünsche zugestanden. Statt Aufopferung, Haushalt, perfektes Funktionieren in Beruf und Partnerschaft stehen bei ihnen nun zum Beispiel Spaziergänge in der Natur, ein gepflegter Besuch im Café oder neue und alte Hobbys im Vordergrund.

Die behandelnden Ärzte sind für Krebspatientinnen neben Familienangehörigen und Freunden wichtige Partner im Umgang mit der Erkrankung. Darin waren sich die Betroffenen einig. "Manche Patienten und Patientinnen möchten alles ganz genau wissen, andere lieber nicht; der Arzt sollte beides akzeptieren", sagte eine Film-Patientin.

Als hilfreich empfanden alle Betroffenen die Info-Materialien der Reihe "Durch die Brust ins Herz - Herausforderung Brustkrebs", zu denen auch der neue Film gehört. Ein anderer Film der Reihe wurde bereits in russische, türkische und englische Sprache übersetzt. Ärzte können mehrere Exemplare der Filme kostenlos anfordern unter "Durch die Brust ins Herz", Postfach 511170, 50947 Köln, oder im Internet auf www.brustkrebszentrale.de. Dort gibt es auch weitere Informationen, zum Beispiel auch zu den Aufklärungsveranstaltungen "Deutsche Städte gegen Brustkrebs".

www.brustkrebszentrale.de

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