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Hinweise auf Spontanheilung bei Brustkrebs

OSLO (ikr). Kommt es beim Brustkrebs eventuell häufiger zu Spontanremissionen als bisher angenommen? Hinweise darauf geben die Ergebnisse einer aktuellen Mammografie-Studie.

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Eine Arbeitsgruppe um Dr. Per-Henrik Zahl aus Oslo hat die kummulative Inzidenz der invasiven Mammakarzinome bei 119 472 Frauen im Alter zwischen 50 und 64 Jahren untersucht. Sie nahmen von 1996 bis 2001 dreimal im Abstand von zwei Jahren am Mammografie-Screening teil.

Zur Kontrollgruppe gehörten 109 784 Frauen, die von 1992 bis 1997 lediglich einmal, und zwar am Ende des Beobachtungszeitraums, mammografiert wurden (Arch Intern Med 168, 2008, 2311). Die Brustkrebsdiagnosen außerhalb des Screenings haben die norwegischen Forscher Registerdaten entnommen.

Das überraschende Ergebnis: Die kummulative Brustkrebs-Inzidenz war - wir erwartet - in den ersten Jahren nach der Einführung des Mammografie-Screening größer als in der Kontrollgruppe. Aber auch am Ende des sechsjährigen Beobachtungszeitraums war die Brustkrebs-Inzidenz in der Screening-Gruppe höher, und zwar um 22 Prozent. Sie betrug 1909 versus 1564 pro 100 000 Frauen.

Die norwegischen Forscher halten es angesichts ihrer Studiendaten für möglich, dass es bei mammografisch entdeckten Brusttumoren häufiger als vermutet zu Spontanremissionen kommt.

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