Ärzte Zeitung für Onkologen/Hämatologen, 09.08.2010

Mit ASS ist die Sterberate durch Brust-Ca reduziert

BOSTON (ikr). Bei Frauen mit Brustkrebs, die mehrmals pro Woche ASS einnehmen, ist einer aktuellen Studie zufolge die Brustkrebs-assoziierte Sterberate sowie auch die Rate der Fernmetastasen deutlich geringer als bei Frauen ohne ASS-Medikation.

US-Forscher haben die Daten von 4 164 Frauen mit Mammakarzinom aus der Nurses‘ Health Study analysiert (J Clin Oncol 2010; 28: 1467). Die Frauen wurden - frühestens zwölf Monate nach der Diagnose - nachbeobachtet. Außerdem wurde der Verbrauch an ASS dokumentiert. 341 Frauen starben an Brustkrebs. Aus den Daten haben die US-Forscher berechnet: Bei denjenigen Frauen, die an sechs bis sieben Tagen pro Woche ASS eingenommen hatten, war die Brustkrebs-Sterberate um mehr als 60 Prozent geringer als bei Frauen ohne ASS, und die Rate der Fernmetastasen war um mehr als 40 Prozent geringer. Die Ergebnisse waren unabhängig von Prognosefaktoren wie BMI oder Östrogen-Rezeptor-Status.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Epidemiologische Kaffeesatzleserei?

Verursacht oder verhindert der Konsum von Kaffee Krankheiten? Die Klärung solcher Fragen zur Ernährung ist methodisch ein richtiges Problem. mehr »

Trotz Budgetierung gute Chancen auf Mehrumsatz

Seit vier Jahren steht das hausärztliche Gespräch als eigene Leistung im EBM (03230) . Immer wieder ist daran herumgeschraubt worden. mehr »

Erstmals bekommt ein Kind zwei Hände verpflanzt

Ein achtjähriger Junge mit einer tragischen Krankheitsgeschichte bekommt zwei neue Hände. Die Op ist ein voller Erfolg: Anderthalb Jahre später kann er schreiben, essen und sich selbstständig anziehen. mehr »