Neuer Marker für Prostata-Karzinom vorgestellt

WIEN (ner). Britische Wissenschaftler haben ein Protein entdeckt, das sich spezifisch bei Patienten mit Prostata-Karzinom im Urin nachweisen läßt, nicht aber bei Patienten mit BPH.

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Die Forscher um Dr. Ishtiaq Rehman vom Royal Hallamshire Hospital in Sheffield hatten bei sechs Patienten mit benigner Prostatahyperplasie (BPH) und sechs Patienten mit Prostatakarzinom den Urin nach digitaler Prostatamassage untersucht. Dabei haben sie nach spezifischen Proteinmustern gefahndet, hieß es beim Europäischen Urologen-Kongreß in Wien.

Sie identifizierten dabei ein für die Krebspatienten spezifisches Muster, bestehend aus fünf Eiweißen. Speziell ein Protein, Calgranulin B/MRP-14, war bei vier der sechs Krebskranken vorhanden, jedoch bei keinem der BPH-Patienten. Das Protein stammt aus Prostata-Epithelzellen und Entzündungszellen, wie immunhistochemische Tests ergeben haben.

Seit langem wird nach neuen Biomarkern für das Prostatakarzinom gesucht. Verschiedene Tests auf PSA (Prostata-spezifisches Antigen) sind zu unspezifisch, und die jeweiligen therapeutischen Konsequenzen einer PSA-Erhöhung sind unter Urologen umstritten. Jetzt soll die Validität des neuen Markers geprüft werden.

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