Forschung und Praxis, 30.07.2004

Zoledronsäure lindert Schmerzen deutlich

Das Imidazol-Bisphosphonat Zoledronsäure vermindert vor allem bei Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakarzinom das Risiko für metastasenbedingte Skelettkomplikationen. Zudem werden die Schmerzen von Tumorpatienten deutlich gelindert.

Dr. Peter Schmid aus Berlin präsentierte auf dem ASCO eine Studie, in der die Auswirkung von Zoledronsäure (Zometa®) auf das Schmerzempfinden von Patienten mit unterschiedlichen Tumoren untersucht wurde. Die nicht mit Bisphosphonaten vorbehandelten 408 Patienten mit mindestens einem schmerzhaften Knochenereignis erhielten bis zu zwölf Applikationen (4 mg Zoledronsäure alle drei bis vier Wochen).

Die Interimsanalyse nach 24 Wochen ergab einen signifikanten Rückgang der Schmerzen innerhalb von drei Wochen. Zudem nahm die Zahl der Patienten mit starken Schmerzen von 106 auf 37 Patienten bis Woche 24 ab.

In einer weiteren Studie, an der 422 Patienten mit Prostatakarzinom teilnahmen, konnten mit Zoledronsäure alle Arten von Skelettkomplikationen um 22 Prozent im Vergleich zu Placebo verhindert werden.

Amino-Bisphosphonate haben eine multimodale Wirkung bei der Tumorosteolyse: Sie hemmen die Osteoklasten, - damit werden den Tumorzellen Wachstumsfaktoren entzogen und ihre Proliferation wird vermindert. (otc)

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