Ärzte Zeitung, 01.09.2006

BUCHTIP

Alternativen zur Prostatektomie

Mit der modernen Bestrahlung werden Patienten mit Prostatakrebs heute ähnlich gut behandelt wie durch Prostatektomie. Die Strahlentherapeuten Dr. Ulrich Köppen aus Stuttgart und Professor Kent Wallner aus Seattle geben mit ihrem Buch "Prostatakarzinom - Alternativen zur radikalen Operation" Ärzten und Patienten einen umfassenden Ratgeber über aktuelle Therapien in die Hand.

Das Werk ist im Schattauer-Verlag in der zweiten Auflage erschienen. Die beiden Autoren sehen den Band als Aufklärungs- und Informationsbuch.

Es beinhaltet Abschnitte zur Diagnostik und zu chirurgischen, strahlentherapeutischen und alternativen Verfahren sowie zur Hormonbehandlung. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Darstellung der Brachytherapie, also einem Verfahren, bei denen eine Strahlenquelle direkt am Tumorgewebe plaziert wird.

Ein eigenes Kapitel befaßt sich mit Impotenz und Inkontinenz, den Therapiefolgen, die für die Patienten am gravierendsten sind. Hinweise auf wichtige Internetseiten, Selbsthilfegruppen und ein Literaturverzeichnis finden sich im Anhang.

Das Werk über den zweithäufigsten Tumor bei Männern ist abwechslungsreich geschrieben und enthält auch wichtige Anregungen für Hausärzte.(skh)

Ulrich Köppen, Kent Wallner: Prostatakarzinom - Alternativen zur radikalen Operation. Schattauer-Verlag, 2. Auflage 2004. 129 Seiten, kartoniert, 19,95 Euro, ISBN 3-7945-2294-X.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »