Direkt zum Inhaltsbereich

PSA-Screening ist erfolgreich, aber zu einem hohen Preis

Veröffentlicht:

"Ja, wir können durch ein PSA-Screening die Prostatakrebsmortalität senken." So kommentierte Dr. Fritz Schröder aus Rotterdam die Ergebnisse der kürzlich veröffentlichten ESPC-Studie. In der Multicenter-Studie in Europa, an der mehr als 160 000 Männer zwischen 50 und 74 Jahren teilnahmen, wurde durch ein jährliches PSA-Screening die Prostatakrebsmortalität im Verlauf von im Mittel fast neun Jahren um 20 Prozent verringert.

Wurden nur Patienten berücksichtigt, die an allen Vorsorgeuntersuchungen teilnahmen, betrug die Risikoreduktion sogar 27 Prozent, so Schröder. Allerdings wurde der Nutzen des Screenings nur bei Patienten zwischen 56 und 69 Jahren festgestellt. In der Altersgruppe der 70- bis 74-Jährigen war in der Screening-Gruppe die Prostata-Ca-Mortalität sogar um etwa 20 Prozent erhöht.

Allerdings ging die Risikoreduktion des Screenings zulasten einer erheblichen Überdiagnose und Übertherapie, räumte Schröder ein. 1410 Männer mussten gescreent werden und 48 Männer im Vergleich zur Kontrollgruppe zusätzlich behandelt werden, um einen Todesfall durch Prostatakrebs zu verhindern. (rf)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

SHIP-Studie

Risikoadaptiert auf Prostatakrebs screenen – geht das?

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Aktuelle explorative Ad-hoc-Analysen der Studien SPOTLIGHT und GLOW: mOS vor und nach Zensierung†

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

CLDN18.2+, HER2− Adenokarzinom des Magens/gastroösophagealen Übergangs

Mit optimiertem Therapiemanagement den Behandlungserfolg mit Zolbetuximab unterstützen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Astellas Pharma GmbH, München

T2D-Therapie jetzt auch mit Semaglutid 2 mg

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma Gmbh, Mainz
Abb. 1: Empagliflozin reduzierte auch bei niedriger Ausgangs-eGFR die Progression der chronischen Nierenkrankheit (Test für Heterogenität/Trend: a) 12=0,06, p=0.81; b) 12=6,31, p=0,012)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [6]

Chronische Nierenkrankheit

SGLT2-Inhibition: Nephroprotektiv auch bei stark erniedrigter eGFR

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Ko KG, Ingelheim am Rhein
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Frau sitzt nachts auf ihrem Bett und schaut ins Licht ihrer Nachttischlampe.

© stokkete / stock.adobe.com

Von unten nach oben

Stufenschema bei Insomnie: So bei Schlafstörungen therapieren

Nicht alles, was im Internet kursiert, stimmt auch – gerade wenn es um Gesundheitsfragen geht. Augen auf und hinterfragen!

© peterschreiber.media / stock.adobe.com

Kohlenhydrate, Apfelessig, Gottesnahrung und Süßstoffe

Vier Ernährungs- und Blutzuckermythen im Faktencheck