Ärzte Zeitung, 08.04.2010

Lässt sich mit Käse das Risiko für Krebs verringern?

MÜNCHEN (ple). Krebsepidemiologen haben Hinweise darauf gefunden, dass der Verzehr von viel Vitamin-K2-haltigen Nahrungsmitteln, vor allem Käse, mit einer verringerten Krebsinzidenz und -sterberate assoziiert ist (Am J Clin Nutr online). Die Forscher um den Ernährungswissenschaftler Privatdozent Jakob Linseisen aus München schließen das aus den Ergebnissen der prospektiven EPIC-Heidelberg-Studie mit mehr als 24 000 Teilnehmern. 

Seit 1998 waren per Fragebogen die Essgewohnheiten der Teilnehmer regelmäßig ermittelt worden. In einem Zeitraum von mehr als zehn Jahren erkrankten mehr als 1700 Teilnehmer an Krebs, vor allem der Prostata sowie der Brust; mehr als 450 Erkrankte starben an den Folgen. Die Verringerung des Krebsrisikos bei Teilnehmern, die angaben, regelmäßig viel Vitamin K2 mit der Nahrung aufzunehmen, war bei Männern aufgrund reduzierter Prostata- und Lungenkrebsfälle am stärksten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »