Ärzte Zeitung, 16.11.2010

GnRH-Antagonist bringt Erfolg bei Prostata-Ca

DÜSSELDORF (MUC/eb). GnRH (Gonadotropin-Releasing-Hormone)-Agonisten ersetzen seit den 80-er Jahren die Orchiektomie in der Behandlung beim Prostata-Ca. Allerdings senken die meisten dieser Substanzen den Testosteronwert nicht unter 0,2 ng/ml, sagte Professor Kurt Miller bei einem Symposium von Ferring. Seit etwa einem Jahr böten GnRH-Antagonisten wie Degarelix eine Alternative zu den GnRH-Agonisten, so der Urologe aus Berlin.

Die Vorteile von Degarelix (Firmagon®) im Vergleich zu GnRH-Agonisten seien, so Miller: Flare-up-Phänomene (Aufflackern oder Verschlechterung der klinischen Symptome, Schübe) sowie kurzfristige Anstiege im Testosteronspiegel bleiben aus, und der Hormonwert sinkt schnell und tief. Das belegt die CS21-Zulassungsstudie.

In der zwölfmonatigen Phase-III-Studie wurde die Wirksamkeit des GnRH-Antagonisten (80 oder 160 mg s. c. monatlich) mit dem GnRH-Agonisten Leuprorelin (7,5 mg i.m. monatlich) verglichen. Degarelix unterdrückte das PSA signifikant schneller, so Professor Fritz H. Schröder.

Zudem hatten Patienten, die Degarelix erhielten, im Vergleich zu Patienten der Leuprorelin-Gruppe ein signifikant geringeres Risiko für einen PSA-Anstieg, das progressionsfreie Überleben war länger. Außerdem seien mit Degarelix die Werte der alkalischen Phosphatase - einem Indikator für Knochenmetastasen - niedriger als mit Leuprorelin gewesen, so der Experte aus Rotterdam.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »