Direkt zum Inhaltsbereich

Mit kalziumreicher Kost weniger Prostatakarzinome

DURHAM (BS). Die Hypothese, dass mit der Aufnahme von Kalzium das Risiko für ein Prostatakarzinom zunimmt, wird durch eine Fall-Kontroll-Studie aus den USA nicht bestätigt (Prev Chronic Dis 2012; 9: 110125). Im Gegenteil: Je kalzium reicher sich die Studienteilnehmer ernährten, desto seltener erkrankten sie an Prostatakrebs.

Veröffentlicht:

Die Schutzwirkung beschränkte sich allerdings auf diätetisches Kalzium und auf fortgeschrittene Prostatakarzinome.

In der Studie wurden drei Personengruppen verglichen: Patienten mit bioptisch bestätigtem Prostatakarzinom (n = 108), Patienten mit klinischem Verdacht, aber negativem Biopsieergebnis (n = 161) und gesunde Kontrollpersonen (n = 237). Alle Teilnehmer hatten Fragebögen zur Ernährung und zu bekannten Risikofaktoren des Prostata-Ca ausgefüllt.

Die Kalziumzufuhr insgesamt, aus Mahlzeiten, Kalziumtabletten und Multivitaminpräparaten, lag im Mittel bei etwa 800 mg pro Tag. Wie der Vergleich der "Fälle" mit jeder der beiden Kontrollgruppen ergab, war eine kalziumreichere Ernährung mit einer geringeren Prostatakrebsrate assoziiert.

Eine höhere Kalzium zufuhr insgesamt wirkte jedoch nur bei Afroamerikanern protektiv, bei hellhäutigen Männern zeigte sich keinerlei Zusammenhang mit der Krebshäufigkeit.

Eine kalziumreiche Diät ließ nur die Rate an hochgradigen Tumoren schrumpfen. Allerdings lag die ernährungsabhängige Kalziumaufnahme auch in der höchsten Terzile bloß bei gut 1000 mg pro Tag.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Vor weiterführender Diagnostik

Muss ein erhöhter PSA-Wert immer bestätigt werden?

Kommentare
Sonderberichte zum Thema

BCMA-gerichtete CAR-T-Zelltherapie rückt nach vorn

Cilta-cel setzt Standards im ersten Rezidiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Janssen-Cilag GmbH, Neuss, a Johnson & Johnson company
Abb. 1: Studien CLIMB THAL-111 und -131: Veränderung des Gesamt-Hb-Werts und des HbF-Werts nach Exa-cel-Infusion bei TDT-Patientinnen und -Patienten (Quelle: Locatelli F et al., European Society for Blood and Marrow Transplantation (EBMT) 2026, Madrid, Spanien, Abstract GS2-5)

© Springer Medizin Verlag

Neue Perspektiven bei Hämoglobinopathien

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Vertex Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Abb.  1: Indikationsübergreifendens Therapie-Monitoring in den ersten Behandlungszyklen mit Ribociclib beim HR+/HER2- Brustkrebs

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [1]

Früher und metastasierter HR+/HER2- Brustkrebs

Einfach und konsistent: indikationsübergreifendes Therapie-Management mit Ribociclib

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Urlaubsmitbringsel

Reisedermatosen: Wie vorgehen bei den drei häufigsten Tropenparasiten?

Mega-Analyse

BMI ade? Beim kardiovaskulären Risiko kommt es auf das Bauchfett an

Lesetipps
Ein Wegweiser zum nächsten WC plus ein Symbol für eine rennende Person.

© Pixel-Shot / Stock.adobe.com

Nichtinfektiösen Durchfall erkennen

Das sind die Warnzeichen für chronische Diarrhö