Ärzte Zeitung, 19.07.2012

Op kein Gewinn bei lokalisiertem Prostata-Ca

MINNEAPOLIS (ars). Die radikale Prostatektomie bringt bei lokalisiertem Prostatakarzinom keinen signifikanten Vorteil im Vergleich zur Strategie "Abwarten und Beobachten".

Forscher aus Minneapolis hatten 731 Männer mit Prostatakrebs randomisiert Gruppen zugeteilt, die entweder operiert oder nur medizinisch begleitet wurden.

Nach zehn Jahren waren 171 der Männer mit Op (47 Prozent), 5,8 Prozent an dem Tumor gestorben und 183 der Männer ohne Therapie (50 Prozent), 8,4 Prozent am Krebs.

Weiter aufgeschlüsselt, nützte die Op nur Männern mit PSA über 10 ng/ml (NEJM 2012; 367: 203-213).

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Epidemiologische Kaffeesatzleserei?

Verursacht oder verhindert der Konsum von Kaffee Krankheiten? Die Klärung solcher Fragen zur Ernährung ist methodisch ein richtiges Problem. mehr »

Trotz Budgetierung gute Chancen auf Mehrumsatz

Seit vier Jahren steht das hausärztliche Gespräch als eigene Leistung im EBM (03230) . Immer wieder ist daran herumgeschraubt worden. mehr »

Erstmals bekommt ein Kind zwei Hände verpflanzt

Ein achtjähriger Junge mit einer tragischen Krankheitsgeschichte bekommt zwei neue Hände. Die Op ist ein voller Erfolg: Anderthalb Jahre später kann er schreiben, essen und sich selbstständig anziehen. mehr »