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Prostatakrebs

Verkürzter Penis macht nach Op zu schaffen

Gelegentlich klagen Männer nach einer Behandlung gegen Prostatakrebs über einen verkürzten Penis. Ob dies von der Art der Therapie abhängt, haben US-Forscher untersucht.

Von Thomas Müller Veröffentlicht:
Aufklärung des Patienten vor der Therapie hilft, spätere Unzufriedenheit zu vermeiden.

Aufklärung des Patienten vor der Therapie hilft, spätere Unzufriedenheit zu vermeiden.

© stefanoluardi/shutterstock.com

BOSTON. Für Männer mit Prostatakarzinom ist bei der Wahl einer geeigneten Therapie auch wichtig, mit welchen urologischen und sexuellen Nebenwirkungen sie rechnen müssen.

So haben Männer gelegentlich das Gefühl, dass nach der Behandlung ihr Penis verkürzt ist. Wie häufig dieser Eindruck bei den einzelnen Therapien auftritt, haben nun US-amerikanische Onkologen aus Boston ermittelt (Urology 2013; 81(1):130-135).

Dazu befragten sie 948 Männer aus einem Register für Patienten mit biochemisch ermitteltem Prostata-Ca-Rezidiv. Die Teilnehmer hatten also alle abnorm erhöhte PSA-Werte.

Höchster Anteil bei Männern mit Prostataektomie

Der Fragebogen enthielt unter anderem eine Liste mit möglichen Therapiekomplikationen, dazu zählte auch ein verkürzter Penis. Insgesamt kreuzten 25 (2,6 Prozent) der Teilnehmer an, dass sie nach der Therapie den Eindruck hatten, ihr Penis sei verkürzt.

Am höchsten war dieser Anteil bei den Männern mit Prostatektomie: Hier hatten 19 von 510 (3,7 Prozent) über einen verkürzten Penis geklagt, 6 von 225 Männern taten dies nach Androgendeprivation plus Radiotherapie (2,7 Prozent).

Dagegen beschwerte sich keiner von den 213 Patienten mit alleiniger Radiotherapie über dieses Problem. Trotz der geringen Patientenzahlen waren die Unterschiede zwischen Patienten mit alleiniger Radiotherapie und den anderen beiden Gruppen statistisch signifikant.

Verkürzung nicht nur eingebildet

Auffallend war zudem, dass diejenigen Männer, die einen verkürzten Penis angaben, viel häufiger als andere ihre Therapieentscheidung bereuten und außerdem sexuelle Probleme hatten.

Allerdings war die Therapiezufriedenheit in der Gruppe mit Prostatektomie insgesamt am höchsten: Hier bereute ein Drittel weniger die Therapiewahl als bei alleiniger Radiotherapie.

Dass sich die Männer ihre Penisverkürzung nach einer Operation nicht nur einbilden, wurde in einer anderen Studie deutlich: So war das männliche Geschlechtsorgan ein Monat nach einer nervenerhaltenden Prostatektomie im Schnitt über einen halben Zentimeter kürzer als zuvor, was mit einer postoperativen Degeneration peniler Nervenfasern erklärt wird.

Fazit: Männer sollten vor einer Therapie mit Skalpell oder Antiandrogenen darüber aufgeklärt werden, dass dies ihren Penis verkürzen kann, wenngleich dies nur selten als Problem empfunden wird.

Sind sich die Patienten dieses Risikos bewusst, kann eine spätere Unzufriedenheit mit dem Therapieergebnis eher vermieden werden.

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Kommentare
Dr. Florian Baier 18.02.201320:57 Uhr

Aprilscherz

Dieser Artikel ist wirklich albern. Was ist gemeint: die Größe im erschlafften oder erigierten Zustand ?
Im erigierten Zustand kann die Verkürzung nur eine Erektionsschwäche bedeuten und ist dann aber eine ganz andere Baustelle, nämlich die Frage der Potenz.
Im erschlafften Zustand ist die Penisgröße bei den meisten Männern extrem variabel. Abhängig in erster Linie von der Umgebungsemperatur, aber auch psychischen Faktoren wie Angst oder Streß usw. kann der Schwellkörper teilweise gefüllt oder entleert bzw. ganz oder teilweise ins Unterhautgewebe zurückgezogen sein. Wie soll man da bitte die Länge messen ?

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