Ärzte Zeitung, 02.05.2013

Prostata-Krebs

PSA-Wert mit Mitte 40 ist relevant

Am PSA-Wert in jungen Jahren lässt sich das Risiko ablesen, an Prostatakarzinom zu sterben.

NEW YORK. Forscher aus New York haben womöglich einen Weg gefunden, wie sich die Früherkennung mit dem Tumormarker zielführender gestalten lässt.

Gemäß ihrer Fall-Kontroll-Studie lässt sich im Alter zwischen 40 und 50 Jahren - also zu einem Zeitpunkt, an dem die Krebsvorsorge beginnen sollte - am PSA-Wert ablesen, welche Männer tatsächlich gefährdet sind, an einem lebensbedrohlichen Prostatakarzinom zu erkranken, und somit von regelmäßigen PSA-Messungen profitieren würden (BMJ 2013; 346: f2023).

In ihrer Studie stand das Risiko, im Laufe der nächsten 30 Jahre an einem lebensbedrohlichen Prostatakarzinom zu erkranken, im Zusammenhang mit der basal gemessenen PSA-Konzentration: Fast die Hälfte der Todesfälle entfiel auf Männer, deren Basis-PSA-Werte im Alter von 45 bis 49 Jahren im oberen Zehntel der Messwerte rangierten, bei 1,6 μg/l oder mehr.

Ähnlich hoch war der Anteil der Todesfälle in der Gruppe der 51- bis 55-Jährigen mit Basis-PSA-Konzentrationen im oberen Zehntel, ab 2,4 μg/l.

Zwar war das Langzeitrisiko für ein metastasiertes Prostatakarzinom bei PSA-Werten unterhalb des Medians der jeweiligen Altersgruppe (45-49 Jahre: 0,68 μg/l; 51-55 Jahre: 0,85 μg/l) nicht gleich null, doch blieb es gering. Bei den 45- bis 49-Jährigen betrug das 15-Jahres-Risiko 0,09 Prozent, bei den 51- bis 55-Jährigen 0,28 Prozent.

Die Forscher raten, Mitte bis Ende 40 den PSA-Wert erstmals zu messen. Bei Werten unter 1,0 μg/l sollten die Männer mit Anfang 50 und mit Anfang 60 wiederkommen.

Bei höheren Werten seien Kontrollen im zweijährigen Turnus erforderlich. Männer, die auch mit 60 PSA-Konzentrationen unterhalb des Medians aufweisen, müssten nicht mehr zur Vorsorge einbestellt werden. (dk)

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