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Prostata-Ca

Schützt Kaffee vor Rezidiven?

Kaffee oder Tee? Für Männer mit einem Prostata-Karzinom könnte das mehr als nur eine Frage des persönlichen Geschmacks sein.

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Kaffee: Vieltrinker könnten ein geringeres Risiko für ein Prostata-Ca haben.

Kaffee: Vieltrinker könnten ein geringeres Risiko für ein Prostata-Ca haben.

© SXPNZ / fotolia.com

MAASTRICHT. In einer Studie kam es bei Kaffeetrinkern, nicht aber bei Teetrinkern seltener zu Tumorprogression oder -rezidiv. "Prostata-Karzinom-Patienten, die vor ihrer Diagnose vier oder mehr Tassen Kaffee am Tag tranken, hatten ein erheblich längeres rezidiv- und progressionsfreies Überleben", fassen Dr. Milan S. Geybels (Universität Maastricht) und Kollegen ihre Studie zusammen (Cancer Causes Control 2013; online 2. August.).

Die Ärzte haben Daten von 630 US-amerikanischen Patienten ausgewertet, bei denen zwischen 2002 und 2005 ein Prostata-Karzinom festgestellt worden war. Alle Patienten hatten zum Zeitpunkt der Diagnose einen validierten Fragebogen ausgefüllt, mit dem ihre Ernährungsgewohnheiten in den zwei vorausgegangenen Jahren erfasst wurden.

Während der medianen Nachbeobachtungszeit von sechs Jahren hatten 140 Patienten eine Progression oder ein Rezidiv ihres Tumorleidens erfahren (25 krebsbedingte Todesfälle, 10 Patienten mit Metastasen, 77 Patienten mit Sekundärtherapien, 28 rein biochemische Rezidive).

61 Prozent der Patienten waren Kaffeetrinker, 12 Prozent nahmen täglich sogar mindestens vier Tassen zu sich. Letztere hatten, unter Berücksichtigung anderer Einflussfaktoren, ein um fast 60 Prozent geringeres Risiko für Progression/Rezidiv im Beobachtungszeitraum als Männer, die pro Woche höchstens einen Kaffee tranken.

Große Studien mit langen Laufzeiten nötig

Bei der prostatakrebsspezifischen Mortalität war dagegen kein Unterschied zwischen Konsumenten von mindestens einer oder weniger als einer Tasse Kaffee pro Tag festzustellen. Aufgrund der kleinen Zahl von Todesfällen ist hier aber kein statistisch aussagekräftiges Ergebnis zu erwarten.

Tee in einer Menge von mindestens einer Tasse pro Tag nahmen nur 14 Prozent der Patienten zu sich. Bei ihnen kam es nicht seltener zu Tumorprogression/-rezidiv als bei Männern, die höchstens einmal in der Woche eine Tasse Tee nippten.

Eine inverse Assoziation zwischen Kaffee und Prostata-Karzinomrisiko wurde schon in der prospektiven Health Professionals Follow-up Study beschrieben. Hier hatten Männer, die täglich mindestens sechs Tassen tranken, im Vergleich zu kaffeeabstinenten Männer ein deutlich vermindertes Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken.

Hinter der Schutzwirkung werden verschiedene Phytochemikalien vermutet. Aus Laborstudien gibt es zum Beispiel Hinweise , dass Koffein die Bildung von Metastasen unterdrückt. Allerdings scheint Koffein für den beobachteten Effekt nicht notwendig zu sein. Krebshemmende Effekte werden auch den Diterpenen Cafestol und Kahweol sowie der Chlorogensäure zugeschrieben.

Ob Kaffee beim Prostata-Karzinom tatsächlich eine sekundärpräventive Wirkung entfaltet, lässt sich aber erst entscheiden, wenn größere Studien mit längeren Laufzeiten vorliegen. (BS)

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