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Prostatakrebs

Männer ab 45 Jahre gehen kaum zur Krebsvorsorge

Nahezu 60 Prozent der Männer im Alter ab 45 Jahre nehmen laut einer Befragung an keinerlei Vorsorgeuntersuchung teil.

Veröffentlicht:

LEIPZIG. Männern ab 45 Jahre und mit einer Lebenserwartung von mindestens zehn Jahren wird derzeit laut S3-Leitlinie die Prostatakrebs-Vorsorge mit PSA-Wert-Bestimmung und digitorektaler Untersuchung (DRU) empfohlen. Knapp 60 Prozent tun dies nicht, hieß es beim DGU-Kongress in Leipzig.

Aus den Daten der Deutschen Prostatakrebs Screening Studie (PROBASE) geht nach Angaben von Dr. Tobiasz Klorek aus München hervor, dass im Alter von 45 Jahren hauptsächlich privat versicherte, vergleichsweise gesundheitsbewusste Männer eine Vorsorgeuntersuchung in Anspruch nehmen. Mehr als 12.000 Männer dieses Alters hatten in der Studie einen Fragebogen ausgefüllt und mit einem Arzt gesprochen. Die Teilnehmer waren dann in drei Gruppen unterteilt worden: jene, die unabhängig von der Studie bereits einen PSA-Test vorgenommen hatten – das waren etwa 17 Prozent; jene, die nur digitorektal untersucht worden waren – das waren 24 Prozent; und jene, die keinerlei Vorsorgeuntersuchung wahrgenommen hatten (58 Prozent).

In diesen drei Gruppen waren soziodemografische Charakteristika und weitere Parameter verglichen worden. Einen PSA-Wert lassen demnach am ehesten in Partnerschaft lebende privat versicherte Nichtraucher mit einem Body Mass Index von unter 30 kg/m2 messen, besonders wenn sie selbst oder in der Familie bereits Tumorerkrankungen erlebt haben. Möglicherweise schönt das noch die tatsächliche Situation, schränkte Klorek ein. Man gehe davon aus, dass lediglich 12 Prozent der Männer im Alter zwischen 45 und 49 Jahren einen PSA-Test vornehmen lassen und etwa 20 Prozent eine DRU.

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