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Immuntherapie für Kinder mit Neuroblastom

ORLANDO (nsi). Kinder mit einem Neuroblastom, die zuvor bereits intensiv behandelt worden sind, profitieren offenbar von einer zusätzlichen Immuntherapie.

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Kurz vor Beginn der US-Jahrestagung ASCO Ende Mai in Orlando ist eine Studie zur Immuntherapie bei Kindern mit Hoch-Risiko-Neuroblastomen auf einer Online-Konferenz vorgestellt worden.

Das Ergebnis dieser Phase-III-Studie: Die kombinierte Applikation der Zytokine GM-CSF und Interleukin 2 mit einem Antikörper steigert die Rate des krankheitsfreien Überlebens um 20 Prozent (absolut) in einem Zeitraum von zwei Jahren. Der monoklonale Antikörper ist gegen ein Glykolipid auf Neuroblastomzellen, das so genannte Gangliosid GD2, gerichtet.

Chance auf Heilung war deutlich erhöht.

"Dies ist die erste große klinische Studie, die belegt, dass die Kombination aus Zytokinen mit einem monoklonalen Antikörper eine effektive Tumortherapie ist", sagte die für die Untersuchung federführende Kinderonkologin Professor Alice Yu aus San Diego. "Erstmals hat eine Immuntherapie die Heilungschance von Kindern mit Hoch-Risiko-Neuroblastomen deutlich erhöht."

An der Studie haben 226 Kinder mit neu diagnostiziertem Tumor teilgenommen. Sie erhielten eine Chemotherapie, wurden operiert und erhielten dann eine Stammzelltransplantation. Schließlich wurde eine Gruppe mit sechs Zyklen 13-cis-Retinsäure weiterbehandelt, die andere erhielt zusätzlich, im Wechsel mit cis-Retinol, die Immuntherapie. Vor der Randomisierung waren die Patienten in partieller oder kompletter Remission.

Nach einer durchschnittlichen Beobachtungszeit von 2,1 Jahren hatten 46 Prozent der Kinder ohne Immuntherapie keine Krankheitszeichen, dagegen 66 Prozent der Kinder mit Immuntherapie. Insgesamt lebten nach diesem Zeitraum noch 75 Prozent der Kinder im Kontroll- und 86 Prozent im Verum-Arm. Allerdings traten erhebliche unerwünschte Wirkungen auf, die sich aber handhaben ließen. Inzwischen erhalten alle Kinder der Studie, bei denen es gewünscht wurde, die Immuntherapie. Die Studie hat das US-National Cancer Institute mitfinanziert, wo auch der Antikörper produziert wurde.

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