Robert Janker-Preis für Forschung zu Gliomen

HEIDELBERG (eb). Kehren Gliome nach der ersten Therapie zurück, kann eine zweite Radiatio das Tumorwachstum hinauszögern.

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Um die Erfolgsaussichten besser abschätzen zu können, hat Privatdozentin Stephanie E. Combs vom Uniklinikum Heidelberg eine Prognose-Skala entwickelt, meldet die Uniklinik Heidelberg.

Die Skala zeigte an, welche Patienten am meisten von einer solchen Therapie profitieren und für welche spezielle Studien zur Therapieoptimierung nötig sind.

Für ihre Arbeit hat Combs den mit 5000 Euro dotierten Robert Janker-Preis des Fördervereins der MediClin Robert Janker-Klinik in Bonn bekommen.

Das Problem der Gliome: Eine Heilung ist derzeit nicht vollständig möglich. Oft entwickelt sich trotz Therapie erneut ein Tumor, der entweder operiert, oder mit einer Chemo- oder Immuntherapie oder durch eine zweite Strahlentherapie behandelt werden kann.

Die zweite Strahlentherapie sei in den letzten Jahren - dank der wissenschaftlichen und klinischen Forschung der Preisträgerin - etabliert worden, heißt es in der Mitteilung der Uniklinik Heidelberg.

Sie könne, insbesondere mit modernen Methoden der Präzisionsstrahlentherapie, das Tumorwachstum vorläufig stoppen, die Überlebenszeit der Patienten verlängern und gleichzeitig Lebensqualität erhalten.

Combs: "Die neue Prognose-Skala bezieht alle wichtigen Faktoren mit ein, stellt die Erfolgschancen der Bestrahlung übersichtlich dar und kann als Orientierungshilfe für die ärztliche Therapieempfehlung dienen."

Sie entwickelte die Skala anhand der Daten von 233 Patienten mit Gliomrezidiven, die an der Radiologischen Universitätsklinik eine Hochpräzisionsbestrahlung erhielten.

Jedem der therapieentscheidenden Faktoren werden bestimmte Zahlenwerte zugeordnet, die anschließend aufsummiert werden: Die Skala reicht von null Punkten mit einer exzellenten Prognose bis zu vier Punkten mit eher schlechter Prognose.

"Diese Einteilung der Patienten erwies sich als sehr aussagekräftig", so die Radioonkologin.

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