Ärzte Zeitung, 06.10.2005

Kuriose Funde im Magen

Eine Uhr steckt im Pylorus. Fotos (4): Albertinen-Krankenhaus Hamburg

Ein Eßlöffel, entdeckt im Magenfundus einer Patientin.

HAMBURG (gwa). Eine verschluckte Damenarmband-Uhr, die im Pylorus steckt - auch für Gastroenterologen ist das kein alltägliches Bild. Die Patientin, die die Armband-Uhr verschluckt hatte, hatte eine Borderline-Erkrankung mit Selbstverletzungs-Tendenzen. Sie hatte schon häufiger Gegenstände, etwa einen Löffel, verschluckt.

Foto 1
Foto 2

Solche spektakulären, aber auch alltägliche Bilder haben Ärzte um Professor Guntram Lock vom Albertinen-Krankenhaus in Hamburg in einem Online-Bildatlas zusammen gestellt. Den Online-Atlas mit endoskopischen Aufnahmen kann sich jeder ohne Anmeldung im Internet ansehen.

Zum Teil gibt es auch Videosequenzen von Untersuchungen sowie Tips, wie man einen Gegenstand, etwa einen geschluckten Löffel, aus dem Magen entfernt. Dazu wird eine Schutztüte über ein Gastroskop gestülpt (Foto 1), der Löffel mit einer Faßzange gefaßt und die Schutztüte über den breiten Teil des Löffels gestülpt (Foto 2). Dann kann man den Gegenstand gefahrlos herausziehen.

Den Atlas findet man im Internet unter der Adresse: www.endoskopiebilder.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »