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Fernsehtechnik für brilliante Endoskopie-Bilder

HAMBURG (grue). HDTV (High Definition Television) liefert nicht nur gestochen scharfe Fernsehbilder. Es kann auch die Bildqualität in der Endoskopie verbessern. Zusammen mit NBI (Narrow Banding Imaging), einer neuen Farbfiltertechnik, können Veränderungen wie Barrett-Ösophagus und Schleimhaut-Polypen gut beurteilt werden.

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Mit HDTV werden hochauflösende Bilder erzeugt, die etwa viermal so viele Bildpunkte (Pixel) enthalten wie herkömmliches PAL-Fernsehen. Schärfe und Detailreichtum vermitteln eine räumliche Tiefe und damit einen 3D-Effekt.

Davon profitiert auch die Endoskopie, wie Professor Nib Soehendra vom Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf beim Endo Club Nord-Kurs in Hamburg sagte. Bei der von Olympus und Altana unterstützten Tagung wurde das Endoskopie-Gerät EVIS EXERA II von Olympus vorgestellt, das mit dem neuen technischen Standard arbeitet.

Durch HDTV zusammen mit Narrow Banding Imaging können bisher verborgene Gewebestrukturen sichtbar gemacht werden. Dieser Vorteil kommt dadurch zustande, daß NBI einige Farbspektren aus den endoskopischen Bildern herausfiltert.

"So entsteht ein plastisches Bild der Schleimhautoberfläche bis hin zur Ebene der kapillaren Blutgefäße", sagte Professor Paul Fockens von der Universität Amsterdam in den Niederlanden.

Dort wird die Technik etwa zum Nachweis von Dysplasien in der Speiseröhre angewandt. Noch könne die neue Technik aber nicht die Methoden der klassischen Histologie ersetzen.

Auch für die Therapie bringe das Verfahren einige Neuerungen mit sich, so Fockens. Der Endoskopiker präsentierte auf dem Hamburger Symposium die endosonographische Drainage von Pankreas-Pseudozysten. Diese Drainage wird jetzt auch bei infizierten Zysten angewendet. Solche Zysten können sich nach einer akuten Pankreatitis bilden und mußten früher durch einen offenen chirurgischen Eingriff entfernt werden.

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