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Probiotika lindern Symptome bei Reizdarm

WIESBADEN (djb). Jeder vierte Deutsche hat funktionelle Verdauungsprobleme. Kontrollierte Studien belegen die positive Wirkung von Mikroorganismen in probiotischen Joghurts auf die Symptome des Reizdarmsyndroms.

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Diffuse abdominelle Schmerzen, Obstipation, Wechsel von Obstipation und Diarrhoe oder Meteorismus und Flatulenz: Bei Reizdarmpatienten werden diese Symptome vermutlich durch eine veränderte viszerale Sensibilität verursacht. Auch bakterielle entzündliche Prozesse im Darm seien offenbar beteiligt, sagte Professor Heiner Krammer vom End- und Dickdarmzentrum Mannheim. Zur symptomatischen Therapie eigneten sich unter anderem Probiotika, betonte der Gastroenterologe beim Internisten-Kongress. 12 von 16 kontrollierten Studien hätten einen signifikanten positiven Effekt belegt, wobei der Nutzen von der Bakterien-Spezies im Probiotikum und den Symptomen abhänge.

Doppelblindstudie bringt Beleg für Wirksamkeit

An einer randomisierten kontrollierten Doppelblindstudie nahmen 267 Patienten mit Reizdarmsyndrom vom Obstipations- und Meteorismustyp teil. Sie erhielten sechs Wochen zweimal täglich einen Joghurt mit Bifidobacterium animalis DN-173010 oder ein Kontrollmilchprodukt (Pharmacol Ther 26, 2007, 475). Die funktionellen gastrointestinalen Beschwerden (Blähungen, Obstipation und abdomineller Schmerz) wurden mit dem Verzehr des Joghurts -von Danone als Activia® angeboten - signifikant reduziert, sagte Krammer bei einer Veranstaltung des Unternehmens.

Nach drei Wochen hatten sich in der Probiotika-Gruppe bei 17,5 Prozent mehr Patienten als in der Kontrollgruppe die Beschwerden im Vergleich zum Ausgangswert um mindestens zehn Prozent verringert. Nach sechs Wochen war bei fast doppelt so vielen Patienten mit geringer Stuhlfrequenz (weniger als drei Stühle pro Woche) eine 10-prozentige Besserung auf das mit Bifidobakterien fermentierte Joghurt eingetreten.

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