Ärzte Zeitung, 22.09.2008

Bauchschmerzen und Depressionen gehen oft zusammen

HELSINKI (ars). Viele Patienten, die mit Bauchschmerzen in die Praxis kommen, haben gleichzeitig Depressionen. Das fanden Forscher aus Helsinki heraus, die per E-Mail Fragebögen mit einer speziellen Skala an 5000 Erwachsene verschickten (AP&T 28, 2008, 648). 17 Prozent der Befragten gaben depressive Symptome an. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) in dieser Gruppe hatte gleichzeitig häufig Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung, Verdauungsbeschwerden oder Reizdarm-Syndrom, dagegen nur ein gutes Viertel jener, die frei von Depressionen waren. 24 Prozent der depressiven Teilnehmer hatten im vorangegangenen Jahr wenigstens einmal wegen der gastrischen Beschwerden den Hausarzt konsultiert, 18 Prozent deshalb mindestens einen Tag bei der Arbeit gefehlt. Die Vergleichszahlen bei den Nichtdepressiven: 13 Prozent hatten Arztbesuche wegen gastrointestinaler Symptome, 9 Prozent Fehltage.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Was schützt wirklich vor der prallen Sonne?

Auch beim Sonnenschutz setzen immer mehr Menschen auf Naturprodukte. Forscher haben die Schutzwirkung von Samen und Ölen untersucht - mit zwiegespaltenem Ergebnis. mehr »

"Abwarten und Teetrinken geht nicht mehr"

Unser London-Korrespondent Arndt Striegler beobachtet die Brexit-Verhandlungen hautnah - und ist verwundert über die May-Regierung, während die Ärzte immer mehr in Panik verfallen. mehr »

Pflege bleibt Problembereich

Der Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen ist 2016 drastisch zurückgegangen. Die erweiterten Kontrolloptionen der Leistungsträger müssen aber erst noch Wirkung zeigen. mehr »