Ärzte Zeitung, 11.03.2009

TIPP DES TAGES

Leberkrank? Da kann Zink hilfreich sein!

Patienten mit Leberzirrhose profitieren von einer Zink-Supplementierung. Denn Zinkmangel ist ein wesentlicher Co-Faktor in der Pathogenese der hepatischen Enzephalopathie, der wichtigsten Komplikation der Leberzirrhose. Bei diesen Patienten gehöre die Zinkgabe bei Zinkmangel zur Standardtherapie, so Dr. Kurt Grüngreiff aus Magdeburg.

Das Spurenelement kann die hepatische Fibrose bremsen, die Regenerationsfähigkeit des Organs verbessern und den alkoholinduzierten oxidativen Stress in Leberzellen mindern. Auch Patienten mit Zinkmangel und Leberzirrhose auch ohne Vorliegen einer hepatischen Enzephalopathie rät Grüngreiff, Zink zu substituieren.

Er gibt bei einem Serumspiegel unter 10 µmol/l täglich 15 mg und bei Werten unter 8 µmol/l die doppelte Menge. Auch bei Patienten mit chronischer Hepatitis C hält der Internist die Therapie mit Zink in einer Mangelsituation für sinnvoll.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Epidemiologische Kaffeesatzleserei?

Verursacht oder verhindert der Konsum von Kaffee Krankheiten? Die Klärung solcher Fragen zur Ernährung ist methodisch ein richtiges Problem. mehr »

Trotz Budgetierung gute Chancen auf Mehrumsatz

Seit vier Jahren steht das hausärztliche Gespräch als eigene Leistung im EBM (03230) . Immer wieder ist daran herumgeschraubt worden. mehr »

Erstmals bekommt ein Kind zwei Hände verpflanzt

Ein achtjähriger Junge mit einer tragischen Krankheitsgeschichte bekommt zwei neue Hände. Die Op ist ein voller Erfolg: Anderthalb Jahre später kann er schreiben, essen und sich selbstständig anziehen. mehr »