Kongress, 12.04.2010

Goldene Zeiten für Internisten-Nachwuchs

Goldene Zeiten für Internisten-Nachwuchs

Die Innere Medizin muss um den Nachwuchs kämpfen. Die Bewerber befinden sich in einer guten Situation.

Goldene Zeiten für Internisten-Nachwuchs

Alte Hasen nehmen sich bei "Chances" Zeit für Jungmediziner mit Interesse an der Inneren Medizin. © ug

"Chances" ist ein guter Titel für das Karriereforum für junge Mediziner auf dem diesjährigen Internistenkongress. Denn die Chancen für angehende und junge Ärzte sind so gut wie schon lange nicht mehr.

Durch den Ärztemangel hat sich einiges geändert. Es gibt nicht mehr hunderte Bewerber pro ausgeschriebene Stelle. Ganz im Gegenteil: In Kliniken und Praxen werden Ärzte händeringend gesucht. "Wir benötigen ganz dringend Nachwuchs für die Forschung und für die Krankenversorgung", sagte Kongresspräsident Professor Jürgen Schölmerich bei der Eröffnung der "Chances". "Wir werden in den nächsten Jahren ganz sicher darum kämpfen müssen, ausreichend qualifizierten Nachwuchs für die Innere Medizin zu bekommen. Und wir werden damit auch gegen andere Fächer antreten müssen."

Die Situation hat sich somit geändert. Junge Ärzte haben wieder die Chance, auswählen zu können. Das sollten sie auch ernst nehmen, so die Experten auf dem Forum. Heute stehen ihnen wieder viele Optionen offen. Es bringe nichts, sich blind zu bewerben. Wichtig sei, sich vorher zu überlegen, wo man eigentlich hin wolle. Ob man mehr an der allgemeinen Inneren Medizin oder an einer Fachdisziplin interessiert sei, eher an Forschung oder an Patientenversorgung, an Unternehmertum in der eigenen Praxis oder an einer Stelle als angestellter Arzt. Heute ist es möglich, die Weichen schon vorher zu stellen.

Vor einer Bewerbung bei einer Klinik solle man sich das Haus genau anschauen. "Fragen Sie die erlebte Realität im Krankenhaus ab", formulierte Professor Jens Enke aus Neuss. Dazu bieten sich etwa "Schnupperfamulaturen" an, wie Schölmerich das nannte. Schnuppern kann man jetzt auch hier auf dem Kongress: "Meet the Mentor" heißt eine neue Veranstaltung, wo jungen Ärzten persönliche Gespräche und persönliches Coaching angeboten werden. (ug)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »