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Patienten mit Reizdarmsyndrom leiden besonders unter ihren Blähungen

Blähungen korrelieren stark mit der Intensität des Reizdarmsyndroms.

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WIESBADEN (mal). Für die Diagnose eines Reizdarmsyndroms soll Blähungen als Beschwerden künftig ein größerer Stellenwert beigemessen werden als bisher, hat Professor Peter Layer vom Israelitischen Krankenhaus in Hamburg angekündigt. Viele Patienten fühlten sich durch Blähungen weit stärker beeinträchtigt als durch Schmerzen plus begleitende Veränderungen des Stuhlgangs - die Kombination dieser beiden Symptome bildet die klassische Definition des Reizdarmsyndroms.

Den Stellenwert von Blähungen als Reizdarm-Beschwerden habe auch eine prospektive Untersuchung mit 213 Patienten verdeutlicht, die aufgrund der Kombination von Leibschmerzen und veränderten Stuhlgangsgewohnheiten als Reizdarmsyndrom-Kranke in die Studie aufgenommen worden seien. Eine längerfristige, wiederholte Dokumentation der Symptome habe ergeben, dass Beschwerden wie unspezifisches abdominales Unwohlsein, besonders aber Blähungen oder der Abgang von Winden sowie die unvollständige Stuhlentleerung viel enger mit der Intensität der Erkrankung korrelierten als Verstopfung und/oder Diarrhoe, so Layer beim GastroUpdate in Wiesbaden.

Layer: "Bei den Blähungen handelt es sich um eines der lästigsten, am meisten beeinträchtigenden Symptome der funktionellen Erkrankungen. Hierbei sind nicht nur die bereits etablierten Gasbildungs- und Transitstörungen, sondern offensichtlich auch die Reaktion der umgebenden Bauchwand- und Zwerchfellmuskulatur von zentraler Bedeutung." Diese Befunde erklärten auch, warum körperliche Aktivität, besonders Atemübungen und Muskeltraining der Bauchwand, von bisher noch unterschätztem therapeutischen Nutzen sein dürfte.

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