Direkt zum Inhaltsbereich

Gastroenteritis

Höhepunkt der Krankheitswelle scheint überschritten

Waren Viren, Bakterien oder Bakterientoxine die Ursache der Gastroenteritis-Welle? Inzwischen wurden vereinzelt Noroviren nachgewiesen. Die Ergebnisse Task-Force werden für Montag erwartet.

Veröffentlicht:
Da war noch alles gut: Ein kleiner Junge isst in einem Kindergarten in Frankfurt (Oder) sein Mittagessen.

Da war noch alles gut: Ein kleiner Junge isst in einem Kindergarten in Frankfurt (Oder) sein Mittagessen.

© Patrick Pleul / dpa

BERLIN (dpa). Experten aus Bund und Ländern suchen mit Hochdruck nach dem Auslöser der massenhaften Magen-Darm-Erkrankungen von Kindern und Jugendlichen im Osten Deutschlands. Die Fachleute der «Task Force» kamen auch am 30. Oktober in Berlin zusammen.

Die Experten werten Speisepläne aus Kantinen, Essensproben, Lieferwege und Laborergebnisse aus. In Sachsen und Thüringen wurde in einzelnen Fällen das hochansteckende Norovirus nachgewiesen.

Mehr als 8300 gemeldete Erkrankungen

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) waren bis Samstagnachmittag 8365 Erkrankungen in 342 Einrichtungen in Brandenburg, Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bekannt. Betroffen sind Schüler, Kindergartenkinder und auch einige Lehrer. Das RKI berichtete am Sonntag, der Höhepunkt der gemeldeten Fälle sei bereits am vergangenen Mittwoch und Donnerstag erreicht worden.

Der Höhepunkt der Erkrankungswelle scheint nach Einschätzung des Ministeriums und der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit aber überschritten. Die meisten Erkrankungen seien Mitte vergangener Woche gemeldet worden. Freitagnachmittag sei die Zahl der Nachmeldungen schon rückläufig gewesen.

Nur sehr wenige der Betroffenen kamen in Kliniken, in Berlin nach Angaben einer Sprecherin der Senatsverwaltung nur drei.

An diesem Sonntag werden keine eventuellen Neuerkrankungen erfasst. Die Behörden sind geschlossen, in Berlin und Brandenburg haben zudem die Herbstferien begonnen.

Das RKI berichtete, als "mögliche Auslöser sind Norovirus oder Toxine von toxinbildenden Bakterien (z.B.: Staphylococcus aureus, Bacillus cereus, Clostridium perfringens) in Betracht zu ziehen." Human- und Lebensmittelproben würden weiter untersucht.

Der Verlauf der meisten Erkrankungen sei "kurz und unkompliziert", berichtete das RKI. "Es besteht kein Hinweis auf eine nennenswerte Anzahl von Sekundärinfektionen."

Deshalb gehen die Behörden davon aus, dass die Erkrankungen zumeist nicht ansteckend sind.

Epidemiologischer Lagebericht des RKI zum Ausbruch von akuter Gastroenteritis

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Nahrungsmittelallergien

Seltsame Anaphylaxien: Ein Fall für Detektive

Das könnte Sie auch interessieren
Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

© EAU

Ergänzung EAU-Leitlinie 2026

Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

© Domepitipat | iStock

Lebensqualität zurückgewinnen

Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Thailandpilz, Tierkontakt & Nagelpilz

© Iuliia Petrovskaia | iStock

Dermatophyten-Infektionen

Thailandpilz, Tierkontakt & Nagelpilz

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

© robertprzybysz | iStock

Persistierende Onychomykosen

Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

© Oleh / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H.
Abb. 2: ADA und nAb unter AVT05 und Referenz-Golimumab bis Woche 16

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Colitis ulcerosa

Das erste Golimumab-Biosimilar erweitert die Therapieoption bei entzündlichen Erkrankungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Abb. 1: FIB-4 1,3: numerische 26%ige Risikoreduktion der 3-Punkt-MACE durch Semaglutid 2,4mg

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [17]

Kardiovaskuläre, renale und hepatische Komorbiditäten

Therapie der Adipositas – mehr als Gewichtsabnahme

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma GmbH, Mainz
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Konzepte gegen Ärzte- und Nachfolgermangel

Mit dem Blockpraktikum Lust auf den Landarztberuf machen

Lesetipps
Die Sonne verschwindet hinter einer Mohnblüte in den dunklen Wolken

© Thomas Warnack/dpa

Aktuelle Daten

RKI: Fast 10.000 hitzebedingte Tote in diesem Jahr

Impfheft

© Bildagentur-online / Ohde / picture alliance

Deutsche Studie

Wenn Atemwegsinfektionen aufs Herz gehen – was tun?