Ärzte Zeitung, 17.01.2013

Glutenunverträglichkeit

Forschung zu Zöliakie ausgezeichnet

Professor Ludvig M. Sollid hat für seine Forschungen auf dem Gebiet der Zöliakie den UEG- Forschungspreis 2012 verliehen bekommen.

WIEN. Die UEG hat den mit 100.000 Euro dotierten Preis an den Wissenschaftler aus Oslo für seine Forschungsarbeiten zur Pathogenese der Zöliakie verliehen.

Sollid und sein Team forschen an der Frage, warum Menschen mit entsprechender genetischer Prädisposition eine krankhafte Immunantwort auf Glutenproteine zeigen, heißt es in einer Mitteilung der UEG (United European Gastroenterology).

Die Wissenschaftler trugen zu der Erkenntnis bei, dass die humanen Leukozytenantigene (HLAs) DQ2 und DQ8 für die Zöliakieprädisposition ursächlich sind.

Seine Gruppe entschlüsselte den zugrunde liegenden Mechanismus und erkannte, dass das Enzym Transglutaminase 2, das normalerweise an der Bildung von Bindegewebe beteiligt ist, Glutenpeptide als Substrate nutzt und diese modifiziert.

Nach der Modifikation durch die Transglutaminase 2 binden Glutenpeptide besser an HLA-DQ2 und HLA-DQ8. Das Immunsystem von Zöliakiepatienten reagiert verstärkt auf diese Peptide. Die Transglutaminase 2 ist auch das Angriffsziel der Autoantikörper bei Zöliakie. (eb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »