Freitag, 1. August 2014
Ärzte Zeitung, 17.01.2013

Glutenunverträglichkeit

Forschung zu Zöliakie ausgezeichnet

Professor Ludvig M. Sollid hat für seine Forschungen auf dem Gebiet der Zöliakie den UEG- Forschungspreis 2012 verliehen bekommen.

WIEN. Die UEG hat den mit 100.000 Euro dotierten Preis an den Wissenschaftler aus Oslo für seine Forschungsarbeiten zur Pathogenese der Zöliakie verliehen.

Sollid und sein Team forschen an der Frage, warum Menschen mit entsprechender genetischer Prädisposition eine krankhafte Immunantwort auf Glutenproteine zeigen, heißt es in einer Mitteilung der UEG (United European Gastroenterology).

Die Wissenschaftler trugen zu der Erkenntnis bei, dass die humanen Leukozytenantigene (HLAs) DQ2 und DQ8 für die Zöliakieprädisposition ursächlich sind.

Seine Gruppe entschlüsselte den zugrunde liegenden Mechanismus und erkannte, dass das Enzym Transglutaminase 2, das normalerweise an der Bildung von Bindegewebe beteiligt ist, Glutenpeptide als Substrate nutzt und diese modifiziert.

Nach der Modifikation durch die Transglutaminase 2 binden Glutenpeptide besser an HLA-DQ2 und HLA-DQ8. Das Immunsystem von Zöliakiepatienten reagiert verstärkt auf diese Peptide. Die Transglutaminase 2 ist auch das Angriffsziel der Autoantikörper bei Zöliakie. (eb)

|

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Katastrophe Ebola: Notstand in Westafrika - über 720 Tote

Ebola in Westafrika ist alles andere als unter Kontrolle: die Zahl der Todesopfer steigt unaufhörlich. Sierra Leone und Liberia erklären den Notstand. Die Armee riegelt Regionen ab - notfalls mit Gewalt. International findet ein Umdenken statt. mehr »

Honorar: KBV-Chef will die Budgets knacken

In den anstehenden Honorar-Verhandlungen kämpfen die Ärzte nicht nur um mehr Geld. Die Parole lautet: Weg mit dem Budget! mehr »

"Pille danach": Punktsieg für Befürworter der Freigabe

Die Union ist dagegen: Ein Notfallkontrazeptivum ist "kein Smartie", sagt sie und will an der Rezeptpflicht festhalten. Genauso wie viele Ärzte - sie verweisen auf die gewichtsabhängige Wirkung. Doch jetzt rüttelt die EMA an diesem Argument. mehr »