Ärzte Zeitung, 11.04.2013

Oskar Medizin-Preis 2012

Forscher für Erkenntnisse zu Darmerkrankungen geehrt

Forschungsarbeiten zum Einfluss des Nervensystems auf Erkrankungen im Magen-Darmbereich wurden mit 50.000 Euro ausgezeichnet.

BERLIN. Für ihre Forschungen mit unterschiedlichen Methoden wegweisende Erkenntnisse über Funktionen und Erkrankungen im Magen-Darmbereich haben zwei Forscher aus Essen und München den Oskar Medizin-Preis 2012 erhalten.

Durch das Preisgeld von 50.000 Euro soll ein Anschub für weitere Forschungen erfolgen. Die vorgelegten Arbeiten zeigen Wege auf, wie eine Therapieverbesserung möglich ist, teilt die Stiftung Oskar-Helene-Heim mit.

Professor Dr. Sigrid Elsenbruch analysiert am Universitätsklinikum Essen mit Hilfe funktioneller MRT den Zusammenhang zwischen Emotionen, Kognitionen und der Schmerzverarbeitung im zentralen Nervensystem. Die Forschungen sind auf die Auswirkungen bei Reizdarmpatienten und bei Gesunden ausgerichtet.

Professor Dr. Michael Schemann hat in langjähriger Arbeit Methoden zur Untersuchung der Aktivität menschlicher Darmnerven entwickelt. Dadurch konnte eine Assoziation zwischen peripherer Nervensensibilisierung und Reizdarm aufgezeigt werden.

Die gezielte Untersuchung solch nervaler Störungen in Routinegewebsproben soll helfen, neue Ansätze für die Diagnostik und Therapie funktioneller Darmerkrankungen zu entwickeln. (eb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Was schützt wirklich vor der prallen Sonne?

Auch beim Sonnenschutz setzen immer mehr Menschen auf Naturprodukte. Forscher haben die Schutzwirkung von Samen und Ölen untersucht - mit zwiegespaltenem Ergebnis. mehr »

"Abwarten und Teetrinken geht nicht mehr"

Unser London-Korrespondent Arndt Striegler beobachtet die Brexit-Verhandlungen hautnah - und ist verwundert über die May-Regierung, während die Ärzte immer mehr in Panik verfallen. mehr »

Pflege bleibt Problembereich

Der Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen ist 2016 drastisch zurückgegangen. Die erweiterten Kontrolloptionen der Leistungsträger müssen aber erst noch Wirkung zeigen. mehr »