Ärzte Zeitung, 10.09.2014

Erbkrankheiten

Wie zuviel Eisen auf den Pankreas wirkt

HEIDELBERG. Bei der erblichen Hämochromatose nimmt der Darm ungebremst Eisen aus der Nahrung auf. Forscher aus Heidelberg fanden einer Uni-Mitteilung zufolge bei Modellmäusen mit einer Genmutation im Eisentransportprotein Ferroportin die Ursache.

Mit diesem Wissen wollen sie klären, warum eine massive Eisenüberladung am stärksten das Drüsengewebe des Pankreas schädigt (Cell Metabolism 2014; 20: 1-9).

Bei der untersuchten schweren Form der Hämochromatose kommt ein Stopp-Signal am Ende einer Signalkette nicht an. Das hat zur Folge, dass Ferroportin nicht ausgeschaltet wird. Dagegen ist bei den meisten Patienten mit einer Hämochromatose der Beginn der Signalkette gestört.

Eisenspeicherkrankheiten gehören zu den häufigsten erblichen Stoffwechselerkrankungen in Nordeuropa; in Deutschland sind schätzungsweise bis zu 100.000 Menschen erkrankt. Die einzige Therapie ist der Aderlass. (eb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »