Gallenblase

Manche bleiben reich an Steinen

In Kürze werden aktualisierte Empfehlungen für Patienten mit Gallensteinleiden erwartet.

Veröffentlicht:

Asymptomatische Gallenblasensteine sollen nicht entfernt werden, sind also in der Regel keine Indikation zur Cholezystektomie. So wird es voraussichtlich in der bis Januar 2017 revidierten Leitlinie zur Diagnostik und Therapie bei Gallensteinleiden stehen. Ausnahmen sind das Vorliegen einer Porzellangallenblase, große onkologische Eingriffe mit Lymphadenaktomie oder große Eingriffe am Dünndarm.

Erwogen werden kann die Op trotz fehlender Symptomatik weiterhin bei Gallenblasensteinen mit einem Durchmesser von mehr als 3 cm sowie bei Gallenblasenpolypen einer Größe von 1 cm oder mehr. Asymptomatische Steine in den Gallengängen, meist so genannte braune Pigmentsteine, können entfernt werden, berichten Professor Tilman Sauerbruch, Uniklinikum Bonn, und Kollegen. Eine Reihe weiterer Punkte ist nach ihren Angaben angepasst worden. So sollen Patienten, die stark Gewicht reduzieren, zur Prophylaxe der Gallenblasensteinbildung Ursodesoxycholsäure einnehmen. 15 bis 20 Prozent der Bevölkerung hat Gallensteine. In deren Folge werden jährlich mehr als 190.000 Cholezystektomien in Deutschland vorgenommen. (ner)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Morbus Crohn: Wann eine frühe Operation von Vorteil ist

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Potenzielle Schäden durch eine Influenza-Infektion an verschiedenen Organsystemen

© Springer Medizin Verlag

Impfen und Herzgesundheit

Mehr als nur Grippeschutz: Warum die Influenza-Impfung bei Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen so wichtig ist

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.
Abb. 1: Mittlere Veränderung des DAS28-CRP bis Woche 52 gegenüber Ausgangswert (primärer Wirksamkeitsendpunkt)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Anti-TNF-Therapie

Erstes Golimumab-Biosimilar erweitert Therapiespielräume bei RA, PsA, axSpA und pJIA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

© Oleh / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

New Orleans

Herzkongress ACC 2026: Das sind die wichtigen neuen Studien

Lesetipps
Eine sehr einfache Illustration eines Darms mit verschiedenen Kapseln drin.

© Dragon Claws / stock.adobe.com

Insbesondere Clindamycin, Fluorchinolone und Flucloxacillin

Antibiotika wirken sich offenbar langfristig auf das Darmmikrobiom aus